Stand: 10.05.19 20:16 Uhr

S!sters: Vier Probedurchgänge mit Herz

Für Deutschland stehen S!ster mit "Sister" auf der ESC-Bühne. © eurovision.tv Foto: Thomas Hanses

Tasten sich bei der ersten Probe in Tel Aviv an die Feinheiten von Bühne und Inszenierung heran: das Duo S!sters.

Erste Probe im Convention Centre von Tel Aviv, endlich sind auch Laurita und Carlotta, also die S!sters dran. Sie haben seit ihrer Ankunft am Mittwoch auf die ersten echten Schritte auf die Bühne gewartet. Ex-Heavytones-Chef Wolfgang Dalheimer, Vocal-Berater bei "Ein Lied für Israel" und hier für die sängerische Betreuung des Frauenduos verantwortlich, sagte vorher: "Die erste Probe - das ist zunächst eine Bestandsaufnahme. Sich mit der Situation vertraut zu machen, überhaupt zu realisieren, wie die Bühne sein wird, wie es sich in der Halle atmet, wie es sich dort singt. S!sters kennen ja eine solche Arena nicht."

Also gilt es, sich selbst die Aufregung zu nehmen. Laurita und Carlotta tasten sich tatsächlich mit größter Wachheit an ihre Aufgabe heran - lassen sich nach dem ersten Durchgang zeigen, wie die Bühne funktioniert, wo die Kameras sind - und wie man sich auf die Situation einlässt.

Mit Entschlossenheit am Werk

Für Deutschland stehen S!ster mit "Sister" auf der ESC-Bühne. © eurovision.tv Foto: Thomas Hanses

Bei der ersten Probe in Tel Aviv probieren S!sters verschiedene Versionen ihrer Performance aus.

Beide wirken noch ein wenig suchend und tastend - am Ende gelingt die Geste mit dem Friedenszeichen noch etwas unsicher, aber nach dem dritten Durchgang hatte das Lied Format: S!sters sind - so sind Proben immer zu bilanzieren - mit größter Entschlossenheit bei der Sache.

Auffällig und angenehm markant ist, dass die beiden jungen Frauen verschiedene Versionen ihrer Performance ausprobieren. Mal stehen sie am Ende Rücken an Rücken für die letzten Töne, dann wiederum wenden sie sich offensiv dem Saalpublikum - und damit auch den Kameras zu. Schließlich arbeiten sie an ihren letzten Gesten, den Zeichen der allerletzten Sekunden im Finale. Experten, Fans und Journalisten fragen sich: Werden beide beim Finale mit ihren Händen gemeinsam ein Friedenszeichen bilden?

Geheimtipp für die Top 10

Dalheimer kommentiert weiter: "Auf keinen Fall darf in der ersten Probe die Stimme überstrapaziert werden. Um sängerische Höchstleistung geht es nicht. Ihre Stimmen sind vorzüglich, meine Arbeit ist es, berührende Interpretationen eines Liedes zu wagen. Aber nichts darf zur Gewohnheit werden."

Im vierten Durchgang haben sie den Dreh sehr sauber raus: Das fließende, suggestiv anmutende Lied wird zu ihrer Sache: Im Pressezentrum gibt es Applaus für eine als Geheimtipp für die Top 10 gehandelte ESC-Nummer. Wiederum Wolfgang Dalheimer: "Fehlerchen sind nicht nur erlaubt, sondern sollten auch selbstverständlich sein. Das sieht menschlich aus. Sie sind ja keine Maschinen."

Das Team, so sehen wir es, arbeitet hart am Auftritt. S!sters sind mit Hingabe am Werk. Wir dürfen gespannt sein!

Feddersens Kommentar

Proben von Israel und den Big Five

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 18.05.2019 | 21:00 Uhr