Stand: 11.05.15 16:20 Uhr

"Die Wiener Bühne hat eine fantastische Aura"

Keine zwei Wochen vor ihrem großen Auftritt beim ESC-Finale absolviert Ann Sophie einen letzten offiziellen Termin in Deutschland. In der österreichischen Botschaft in Berlin versammeln sich eine Handvoll Medienvertreter, um mit dem Botschafter Nikolaus Marschik die deutsche ESC-Teilnehmerin mit guten Wünschen nach Wien zu entsenden.

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"Drücken die Daumen für einen erfolgreichen Auftritt"

Kraft und Freude für den Finalauftritt

Marschik berichtet, dass er vergangene Woche in Wien war: "Die Begeisterung dort ist riesengroß. Wien putzt sich heraus. Halten wir die Daumen für Wien als Gastgeber, für den ORF als Host, für die Makemakes und natürlich für Ann Sophie." Außerdem wünscht er der Kandidatin viel Kraft und Freude für Wien.

"Anderssein ist kein Makel mehr in Österreich"

In einer von der ORF-Kulturredakteurin Maria Seifert geleiteten Gesprächsrunde erzählt Birgit Schwarz, ebenfalls ORF, dass der Song Contest für den Sender eine "Riesenherausforderung", aber auch eine "große Chance" sei. Am Beispiel von Conchita zeige sich, dass Österreich ganz hinreißende Künstlerpersönlichkeiten hervorbringe. Sie meint, dass sich durch Conchitas Sieg nachhaltig etwas verändert hat: "Das Anderssein ist kein Makel mehr, sondern zu etwas Besonderem geworden", sagt sie.

Spannung kommt auf, als Seifert ARD Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber fragt, ob er sich freuen würde, zusammen mit Ann Sophie erneut zu gewinnen: "Ja!", erwidert dieser voller Überzeugung. Denn: "Keiner weiß, was vorher passiert. Deswegen gebe ich auch nicht so viel auf die Vorhersagen. Man weiß nicht, wer das Publikum vor den Bildschirmen ist. Man weiß nicht, wie der Regisseur der Fernsehübertragung drauf ist. Das Einzige, was man machen kann, ist das, was man kann, so gut wie möglich zu machen. Was unglaublichen Spaß am Song Contest macht, ist die dort herrschende Atmosphäre: wie die eines olympischen Dorfes."

Tränen der Rührung

Bevor Ann Sophie in der Botschaft singt, erzählt sie von ihrem ersten Nahkontakt mit der Bühne in Wien. Vergangenes Wochenende war sie bereits kurz in der Stadthalle: "Ich habe die Bühne schon sehen dürfen. Es ist so ein Wahnsinn, zu sehen, was die Leute dort für uns Künstler auf die Beine stellen, damit wir da singen dürfen. Ich kann es kaum fassen, dass ein Traum einfach wahr wird. Das wird am Finalabend das Ausschlaggebende sein", so die Hamburgerin. Sie fügt hinzu: "Die Bühne hat eine fantastische Aura". Man merke, dass alle Leute, die daran gebaut haben, "viel Leidenschaft reingesteckt haben". Das strahle die Bühne aus. Sie gibt zu: "Ich musste dort weinen, denn es war unglaublich in der Halle." Beim anschließenden Auftritt mit "Black Smoke" und einer Akustik-Version von ihrem Lied "Lie To Me" von ihrer neuen Platte bleiben aber alle Augen trocken. Und wieder zeigt sich: Deutschland hat eine würdige Teilnehmerin mit einer starken Stimme - und auf beide kann man sich verlassen.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 23.05.2015 | 21:00 Uhr