Stand: 19.05.2015 18:48 Uhr  | Archiv

Starke Botschaften beim Botschaftsempfang

von Lisa Knittel

Etliche Journalisten und Gäste drängen in die Wiener Börsensäle, um dabei zu sein, als der deutsche Botschafter Detlev Rünger Ann Sophie offiziell in Wien willkommen heißt. Ann Sophie selbst strahlt wie immer, trotz Schlafmangels und schwülem Maiwetter. Die Hamburger Künstlerin verrät uns ihr persönliches Geheimrezept: "Ich versuche, die wenigen Pausenzeiten besonders intensiv zu genießen und höre gerne 'Bibi Blocksberg' zum Einschlafen, das hilft mir." Zu ihrer positiven Stimmung sollten aber auch Termine wie dieser beitragen: Die große Gastfreundschaft und tolle musikalische Beiträge machen den Botschaftsempfang auch in diesem Jahr zu einem wahren Event.

Vergangenheit und Zukunft

In seiner Willkommensrede würdigt Rünger die ehemaligen deutschen Gewinnerinnen Nicole und Lena, erinnert an die Euphorie der ESC-Siege und gibt Ann Sophie die besten Wünsche für Samstagabend mit auf den Weg. "Ich freue mich, dass der ESC in diesem Jahr in einer so schönen Stadt wie Wien zu Hause ist. Am wichtigsten aber ist, dass der Eurovision Song Contest Toleranz schafft, insbesondere für gleichgeschlechtliche Partnerschaften", sagte der deutsche Botschafter. Treffende Worte über die historische Entwicklung des ESC von seinen Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute findet als zweiter Redner ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber. Die Rede kommentiert unser Experte Jan Feddersen.

Deutsch-österreichische Brücken

Detlev Rünger, Guy Sebastian, Ann Sophie und Josef Ostermayer beim Botschaftsempfang in Wien. © NDR Foto: Rolf Klatt
Josef Ostermayer will Brücken bauen und beginnt mit der Kombination aus Botschafter Detlev Rünger, unserer deutschen Teilnehmerin Ann Sophie und dem Australier Guy Sebastian.

Der dritte Wortbeitrag kommt vom österreichischen Kulturminister. Josef Ostermayer hat die Lacher auf seiner Seite: Er betrachtet die gegenseitigen Punktevergaben zwischen Deutschland und Österreich bei den letzten Song Contests genauer. Beide haben sich jeweils nur einmal gegenseitig mit der Höchstpunktzahl beglückt. Als Nicole 1982 siegte, gab es von Österreich nur einen Punkt. Deutschland gab dem Österreicher Udo Jürgens dafür bei insgesamt drei Teilnahmen nicht einen einzigen Punkt. "Ich wünsche mir im Sinne des diesjährigen Mottos 'Building Bridges', dass insbesondere zwischen Österreich und Deutschland Brücken gebaut werden", so Ostermayer.

Musikalische Brücken

Anschließend verzaubert Ann Sophie den Saal mit gleich drei Songs. Nach "Black Smoke" und einer A-cappella-Version von "Lie To Me" singt die Künstlerin zusammen mit Frontmann Dodo von den Makemakes den österreichischen ESC-Titel "I Am Yours". Der Frontmann der Band klärt das entzückte Publikum auf: "Ann Sophie hat uns vor wenigen Wochen im Salzburger Land besucht und da haben wir das gemeinsam ausprobiert." Mit gewohnt lässiger Attitüde und unter lautem Beifall performen die Makemakes ihren Song auf der kleinen Bühne. Zum Abschluss setzt sich dann der australische Teilnehmer Guy Sebastian spontan mit der Gitarre der Makemakes auf den Bühnenhocker und gibt seinen Hit "Tonight Again" zum Besten. Der Australier schwärmt von seinen Vor-Sängern: "Wow! Ann Sophie and Dodo, they have wonderful voices."

VIDEO: Ann Sophie im Duett mit den Makemakes (3 Min)

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 23.05.2015 | 21:00 Uhr

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