Stand: 31.01.11 20:15 Uhr

Die ersten drei Songs für Lena

Lena hat den ersten Schritt zur Titelverteidigung gewagt: Die Suche nach dem Song, mit dem die Siegerin des Eurovision Song Contest 2010 in diesem Jahr im eigenen Land antreten will, hat begonnen.

Sabine Heinrich, Stefan Raab, Lena Meyer-Landrut und Matthias Opdenhövel beim ersten Halbfinale von Unser Song für Deutschland © Brainpool Foto: Willi Weber

Sabine Heinrich, Stefan Raab, Lena und Matthias Opdenhövel suchen "Unseren Song für Deutschland".

In verschiedenen Outfits sang Lena ihre sechs Songs, wieder mit klangvoller Unterstützung der Heavytones. Das Publikum hat drei Favoriten fürs Finale ausgewählt:

"Maybe" von Daniel Schaub und Pär Lammers

"Taken By A Stranger" von Nicole Morier, Gus Seyffert und Monica Birkenes

"What Happened To Me" von Lena Meyer-Landrut und Stefan Raab

Sechs Songs in sechs Kleidern

Lena startete mit dem gefühlvollen Song "Good News" von dem US-Autoren-Duo Audra Mae und Ferras Alqaisi. In einem langen Kleid im angesagten Nude-Ton sang Lena die ruhige Klavier-Nummer sehr souverän und sicher.

Der zweite Song "Maybe" ist nach Lenas eigener Einschätzung ein echter Gute-Laune-Song und stammt von dem deutschen Komponisten-Duo Daniel Schaub und Pär Lammers, die bereits einen Song für Lenas Album "My Cassette Player" beigesteuert hatten. In ihrer typischen Art sprach und sang sich Lena in einem schwarzen Volant-Kleidchen durch den unkonventionell arrangierten Song.

Song Nummer drei heißt "I like you" und ist das Ergebnis einer britisch-amerikanischen Online-Coproduktion von Johnny McDaid und Rosi Golan. Per Video-Chat entwickelten die beiden das romantische Liebeslied, das Lena entspannt auf einem Barhocker in Blue-Jeans und weißem Top präsentierte.

Lena beim ersten Halbfinale von Unser Song für Deutschland © Brainpool Foto: Willy Weber

Der vierte Song für Lena ist "That Again" und stammt von ihrem Entdecker und Mentor Stefan Raab. Im sexy roten Mini-Kleid und mokkafarbenen Jäckchen sang Lena sicher den jazzigen midtempo Song im Big-Band-Sound.

Der fünfte Song "Taken By A Stranger" stammt von den drei Autoren Nicole Morier, Gus Seyffert und Monica Birkenes und hat einen etwas düster, unkonventionellen Sound, der an The Cure erinnert. In grünen Pumps und im schwarzen Hosenanzug performte Lena die spannende Nummer gemeinsam mit einigen Tänzerinnen und stimmungsvoller Lichtshow.

Der sechste und letzte Song des Abends stammt von Lena Meyer-Landrut und Stefan Raab und heißt "What Happened To Me". Im klassischen schwarzen Mini-Kleid sang und tanzte Lena ihren eigenen, den lebhaftesten Song des Abends.

Das Publikum hat die Wahl

Welcher Song am Ende Lenas Lied wird, darüber entscheidet das Publikum - unterstützt von einer prominent besetzten Fachjury. Stefan Raab sitzt der Jury vor, und in allen drei Shows stehen ihm erfolgreiche Vertreter aus der Musik- und Entertainmentbranche zur Seite. Deren Urteil fließt aber nicht in die Endwertung mit ein - allein die Zuschauer stimmen per Televoting und SMS ab.

"Lena ist ein absolutes Muss"

Aus allen Teilen Deutschlands waren Fans nach Köln gereist, um Lena nach Kräften dabei zu unterstützen, den besten Song für Düsseldorf zu finden.

Allen voran der Club der "Lenaisten e.V.". Nach eigenen Angaben sind sie "ein Haufen Verrückter, zu dem Lena sehr gut passt". Vor Kurzem erst gegründet vereinen sie Lena-Fans aus der gesamten Republik.

Arri (47) und Michael (30) sind aus Frankfurt ins Rheinland gekommen. Arri gesteht:

"Wir sind verrückte Grand-Prix-Fans und Lena ist ein absolutes Muss, sie gehört dazu, sie ist Geschichte. Der Stil, den Lena letztes Jahr vorgelegt hat, ist aber passé. Sie muss jetzt tüchtig Gas geben, aber das wird sie definitiv." Michael glaubt an deutsches Liedgut. "Ein deutscher Song könnte durchaus helfen. Ihre Stimme ist so extravagant, dass es bei einem deutschen Song auch gut ankäme. Und das wäre ein guter Überraschungseffekt."

Arri und Michael Frankfurt vor der ersten Show von USFD © NDR Foto: Sabine Leipertz

Arri und Michael aus Frankfurt vor der ersten Show von USFD.

Motto soll sein: Sich treu bleiben

Jutta (43) und Thomas (52) sind aus Heiligenhaus angereist. Sie ist großer Grand-Prix-Fan und "ein bisschen Lena", bei ihm ist es genau umgekehrt. Er wurde durch die Castingshows im vergangenen Jahr zum Fan. Beide sind sich einig, dass Lena in diesem Jahr musikalisch überraschen muss. Aber am wichtigsten sei es, dass sie sich treu bleibt und mit dem Song, den sie singen wird gut klarkommt, damit ihr das Publikum das auch abnimmt.

Entspannung für Lena

Lena Meyer-Landrut aus Deutschland. © NDR Foto: Rolf Klatt

Im Gegensatz zum letzten Jahr konnte die 19-Jährige Lena dieses Mal sehr entspannt sein: Kein nervenaufreibendes Casting, keine Konkurrenten und niemand, dessen Meinung darüber entscheidet, ob sie für Deutschland antreten darf oder nicht. Diese Schlacht hat die Hannoveranerin 2010 schon erfolgreich für sich geschlagen. Und nach ihrem grandiosen Sieg in Oslo stand für ihren Mentor Stefan Raab fest: Lena wird natürlich 2011 den Titel im eigenen Land verteidigen. Gesagt, Wort gehalten, getan.

Das Gesicht und die Stimme für Düsseldorf haben wir also schon. Jetzt geht es allein um die Musik, mit der Lena antreten wird.

Klangvolle Namen schmücken die Jury

Den Auftakt bei der ersten Sendung am 31. Januar machen Der Graf (Unheilig) und Stefanie Kloß. Die Sängerin der Band Silbermond saß schon im vergangenen Jahr bei "Unser Star für Oslo" in der Jury.

In der zweiten Sendung am 7. Februar hat Raab Anke Engelke und Joy Denalane in der Jury zu Gast. Anke Engelke ist übrigens nicht nur als Moderatorin und Entertainerin unterwegs, sie hat auch eine Band, mit der sie regelmäßig auftritt. Im Finale am 18. Februar werden Barbara Schöneberger und Adel Tawilvon Ich + Ich mit in der Jury sitzen.

Die zweite Halbfinalshow am 7. Februar läuft um 20.15 Uhr live auf ProSieben. Das Finale am 18. Februar wird live im Ersten übertragen. Moderiert wird die Show von Sabine Heinrich und Matthias Opdenhövel.

"Es wird sehr bunt und abwechslungsreich"

Lena Trägt in den beiden Halbfinalsendungen von "Unser Song für Deutschland" jeweils sechs Titel vor. Drei Songs kommen in die nächste Runde, so dass im Finale erneut sechs Titel zur Auswahl stehen. Eine ähnliche Auswahlprozedur gab es in Deutschland zuletzt vor 40 Jahren: 1971 stand Katja Ebstein als Sängerin fest, eine Jury wählte dann aus sechs Liedern das Lied "Diese Welt" für sie aus - Ebstein holte damit Platz drei beim Grand Prix in Dublin.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 18.02.2011 | 20:15 Uhr

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