Stand: 11.03.16 11:21 Uhr

Krimtatarin Jamala darf mit "1944" starten

Die ukrainische Sängerin Jamala © Sasha Samsonova Fotograf: Sasha Samsonova

Im Februar gewann Jamala mit dem Titel "1944" durch die Stimmen der Televoter den ukrainischen Vorentscheid. Die Sängerin trägt Teile ihres Beitrags für den ESC 2016 in Stockholm in krimtatarischer Sprache vor. Es geht um die Geschichte von Jamalas Urgroßeltern, die als Krimtataren durch das sowjetische Regime unter Stalin von der Halbinsel am Schwarzen Meer deportiert wurden. Das Team von Jamala beteuert, das Lied handele nicht von der russischen Annexion der Krim im Jahre 2014.

Proteste gegen "1944"

Bei der EBU in Genf gingen trotzdem viele Proteste gegen das Lied ein, vor allem aus Russland - denn ESC-Beiträge dürfen laut Regelwerk keine politischen Statements enthalten. Die Gremien der EBU entschieden nun, dass "1944" die Regeln des Wettbewerbs nicht verletze. Die Eignung von Jamalas Lied sei geprüft worden und die Verantwortlichen kommen zu dem Schluss, dass "der Titel und der Text keine politische Botschaft enthalten und dass der Song nicht im Widerspruch zu den Regeln des Wettbewerbs steht".

Jamala wird also ihr "1944" im zweiten Halbfinale von Stockholm am 12. Mai vortragen, mit dem Ziel, sich für das Finale am 14. Mai zu qualifizieren.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 14.05.2016 | 21:00 Uhr