Stand: 27.03.18 12:15 Uhr

Ieva Zasimauskaitė singt Ballade für Litauen

Die 23-jährige Ieva Zasimauskaitė hat die letzte Vorentscheidung der diesjährigen ESC-Saison gewonnen und vertritt ihre Heimat Litauen beim Eurovision Song Contest mit der Liebesballade "When We’re Old". Der Song, in dem es um das gemeinsame Älterwerden geht, wurde von Filmkomponist Vytautas Bikus geschrieben, der schon 2015 für den litauischen Beitrag "This Time" von Monika Linkytė und Vaidas Baumila verantwortlich zeichnete. Nach ihrem Sieg trug Ieva, die ihr Glück zuvor schon vier Mal beim nationalen Vorentscheid versucht hatte, ihren Titel in der litauischen Fassung "Kol myliu" (Solange ich liebe) vor - zur großen Begeisterung des Saalpublikums.

Szene aus Ieva Zasimauskaités Video zu "When We're Old"

Litauen: Ieva Zasimauskaité - "When We're Old"

Im fünften Anlauf gewinnt Ieva Zasimauskaité aus Kaunas den litauischen Vorentscheid. Die 23-Jährige startet in Portugal im ersten Halbfinale - mit dem Ziel großes Finale.

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Künstler üben Kritik an einzelnen Juroren

2018 ESC Litauen Vorentscheid Teilnehmer Ieva Zasimauskaitė © LRT

Galt als Favoritin des litauischen Vorentscheids: Ieva Zasimauskaité.

In diesem Jahr sorgte das litauische Eurovizija-Format für Schlagzeilen, weil eine alte ESC-Bekannte vom Künstler-Casting die Nase voll hatte: Erica Jennings, besser bekannt als Frontfrau der Gruppe SKAMP, zog sich kurz nach der ersten Show des Auswahlmarathons aus der Vorentscheidung zurück. In einem offenen Brief kritisierte die 37-Jährige die herabwürdigenden Kommentare einzelner Juroren in den sozialen Netzwerken und warf ihnen mangelnde Professionalität vor. Ihren Wettbewerbsbeitrag "The Truth" stellte sie der jungen Interpretin Monika Marija zur Verfügung. Sängerin Mia schlug daraufhin in die gleiche Kerbe und stellte die Unabhängigkeit der Juroren in Frage, die angeblich im Vorfeld gesagt bekämen, wie sie zu werten hätten.

Hoffnung aufs Finale

Allen Vorwürfen zum Trotz stellte das litauische Fernsehen am Nationalfeiertag - im 100. Jahr der ersten Unabhängigkeit des baltischen Landes - eine professionelle und unterhaltsame Finalshow auf die Beine, die sich nicht zu verstecken brauchte. Ausländische Gäste wie die finnische Teilnehmerin Saara Aalto schmückten das Programm ebenso wie Auftritte litauischer Künstler, allen voran Jurypräsident Sasha Son. Auch die sechs Finalisten weckten nach dem letztjährigen ESC-Debakel der Band Fusedmarc berechtigte Hoffnung auf eine Finalqualifikation in Lissabon. Mit der Entscheidung für Ieva Zasimauskaitės gefühlvolle Liebesballade dürfte dieses Ziel in greifbare Nähe gerückt sein.

Dieses Thema im Programm:

ONE | 08.05.2018 | 21:00 Uhr