Stand: 27.05.19 10:00 Uhr

Barbara Dex Award 2019 geht an Conan Osíris

Für Portugal steht Conan Osíris mit "Telemóveis" auf der ESC-Bühne. © eurovision.tv Foto: Thomas Hanses

Eigenwillig und exzentrisch: Das Kostüm von Performance-Künstler Conan Osíris findet bei den ESC-Fans keinen Gefallen.

Seit 1997 können Teilnehmer des Eurovision Song Contest nicht allein die Auszeichnung als bester Sänger und Künstler gewinnen: In der Kategorie Kostüm gibt es einen inoffiziellen Preis - den Barbara Dex Award. Dieser ist allerdings weniger mit Ruhm und Ehre verknüpft: Mit ihm "krönen" ESC-Fans per Voting den am schlechtesten angezogenen Künstler. Diesmal haben sie Conan Osíris aus Portugal gewählt - er bekommt den Barbara Dex Award für das Jahr 2019. Der 30-Jährige war mit seiner eigenwilligen Performance bereits im Halbfinale gescheitert, genauso wenig dürfte den ESC-Fans sein exzentrisches Fächerkostüm aus grüner Seide gefallen haben. Nach der Girlband Nonstop gewinnt Portugal zum zweiten Mal die Trophäe für den modischen Fehlgriff. Hinter Conan Osíris belegen Tamta aus Zypern und Zena aus Weißrussland die Plätze zwei und drei.

Unter ESC-Fans ist die Trophäe für modische Fehlgriffe beliebt. Laut Angaben der belgischen Website songfestival.be, die den Preis vergibt, nehmen jährlich Tausende Fans aus Europa und Australien an dem Voting teil.

News

Barbara Dex Award - Die Gewinner seit 1997

Preis an Mazedonien im Jahr 2018

Im vergangenen Jahr hat Eye Cue aus Mazedonien den Barbara Dex Award bekommen. Insbesondere das fragwürdige Outfit von Sängerin Marija Ivanovska hat wohl dazu beigetragen, dass dem Duo diese "Ehre" zuteil wurde. Sie trug ein sehr freizügiges Netzoberteil und eine knappe Shorts dazu.

Der Mode-Fauxpas der Barbara Dex

Barbara Dex nahm 1993 für Belgien am ESC teil.

Barbara Dex wurde beim ESC 1993 vor allem wegen ihres Kostüms berühmt.

Der Name der Auszeichnung geht auf die belgische Sängerin und ESC-Teilnehmerin Barbara Dex zurück. Am 15. Mai 1993 betrat die damals 19-Jährige mit einem selbst entworfenen knöchellangen Kleid aus grau-beigem Chiffon und braver Föhnfrisur mit dichtem Pony die Eurovisions-Bühne im irischen Millstreet. "Iemand als Jij" hieß ihr getragenes Liebeslied und am Ende der Show musste die Belgierin mit dem letzten Platz und nur drei Punkten - alle aus Deutschland - nach Hause fahren.

Berühmt wurde die junge Sängerin in ESC-Fan-Kreisen dennoch: Sie gilt als eine der am schlechtesten angezogenen Interpretinnen der Eurovisions-Geschichte. So kam sie zu der zweifelhaften Ehre, dass nach ihr ein Preis für das unvorteilhafteste Outfit eines jeden Jahres benannt wurde.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 15.05.2019 | 02:10 Uhr