Stand: 03.02.21 15:00 Uhr

EBU stellt Corona-Konzept für Rotterdam vor

Die Ahoy Arena in Rotterdam.  Foto: Paul Barendregt

Ob Zuschauer bei den ESC-Shows in der Rotterdamer Ahoy Arena dabei sein werden, bleibt unklar.

Schlechte Nachrichten für alle Fans: Wegen der weiterhin hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen in Europa haben die European Broadcasting Union (EBU) sowie die Veranstalter mitgeteilt, dass der 65. Eurovision Contest in Rotterdam in diesem Jahr nicht "in normalem Rahmen" stattfinden könne. Dennoch dürften die Kandidaten "unter Einhaltung der Abstandsregeln" beim Wettbewerb auftreten. Je nach Pandemie-Verlauf behalten sich die Organisatoren jedoch weitere Einschränkungen vor. Das entspricht Szenario B, des bereits im Spätsommer vorgestellten Stufenplans. Die niederländische Regierung hat zugesagt, dass bei einem Eurovision Song Contest nach Szenario B alle teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler samt Delegationen einreisen dürften.

Österdahl: Sicherheit hat oberste Priorität

Aber auch die überarbeiteten Varianten C und D seien abhängig von der Lage noch nicht ganz vom Tisch, erklärte Martin Österdahl, Executive Supervisor des Eurovision Song Contest. Die abschließende Entscheidung werde in den kommenden Wochen fallen, oberste Priorität habe dabei die Sicherheit aller am ESC Beteiligten.

Drei mögliche Ablauf-Szenarien für ESC 2021

Die EBU, NPO, NOS und AVROTROS sowie die Stadt Rotterdam haben drei mögliche Ablaufszenarien in ihre Planungen für den Wettbewerb in der Ahoy Arena einbezogen.

  • Szenario B - Eurovision Song Contest unter Einhaltung der Abstandsregeln: Alle Beteiligten am Eurovision Song Contest in der Rotterdamer Ahoy Arena müssen die geltenden Abstandsregeln einhalten. Am Veranstaltungsort gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen einschließlich regelmäßiger Corona-Tests. Zum Schutz von Künstlerinnen und Künstlern, Delegationen und Crew herrscht am Veranstaltungsort und ausserhalb ein vorgeschriebenes Protokoll. Kandidaten, denen eine Anreise nicht möglich ist, dürfen ihren Song live vom Band präsentieren. Wer nach Rotterdam anreist, darf live auf der Bühne singen. Neun Shows - sechs Kostümproben, zwei Halbfinale und ein Finale - sind geplant, entweder ohne Publikum oder mit reduziertem Publikum unter Einhaltung der Abstandsregeln. Das ist abhängig von den lokalen Corona-Bestimmungen. Die Aktivitäten in Rotterdam werden sicher und verantwortungsbewusst durchgeführt.
  • Szenario C - Eurovision Song Contest unter Reisebeschränkungen: Der Eurovision Song Contest wird aus der Ahoy Arena in Rotterdam übertragen, aber es reisen weder Delegationen noch Künstlerinnen und Künstler nach Rotterdam an. Die Moderation und die Interval Acts finden live in der Ahoy Arena statt. Die Songs der Kandidaten werden live vom Band eingespielt. Am Veranstaltungsort gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen einschließlich regelmässiger Corona-Tests. Zum Schutz der Crew herrscht am Veranstaltungsort und ausserhalb ein vorgeschriebenes Protokoll. Neun Shows - sechs Kostümproben, zwei Halbfinale und ein Finale - sind geplant, entweder ohne Publikum oder mit reduziertem Publikum unter Einhaltung der Abstandsregeln. Das ist abhängig von den lokalen Corona-Bestimmungen. Die Aktivitäten in Rotterdam werden im reduzierten Umfang, jederzeit sicher und verantwortungsbewusst durchgeführt.
  • Szenario D: Eurovision Song Contest unter Lockdown-Bedingungen: Der Eurovision Song Contest findet ohne Publikum und mit virtuellen Aktivitäten zum Kennenlernen der Gastgeberstadt Rotterdam statt. Alle Beiträge der Kandidaten kommen live vom Band. Neun Shows - sechs Kostümproben, zwei Halbfinale und ein Finale - sind geplant, aber ohne Publikum.

Bakker: Modelle sollen Flexibilität gewährleisten

"Wir wollen so lange wie möglich flexibel bleiben, um den bestmöglichen Eurovision Song Contest unter den gegebenen Umständen auf die Beine zu stellen. Unser wichtigstes Ziel ist, alle 41 Künstlerinnen und Künstler nach Rotterdam auf dieselbe Bühne zu bringen, und natürlich Medienvertreter, die über den Wettbewerb berichten", erklärte Sietse Bakker, Produktionsleiter und Verantwortlicher für die Rundfunkanstalten NPO, NOS und AVROTROS, zu den möglichen Szenarien.

Erstattung und erneute Kaufoption für Eintrittskarten

Da es bei Szenario B und C weniger Publikum geben wird, haben die Organisatoren beschlossen, allen, die schon Karten haben, den Kaufpreis zu erstatten. Sie bekommen später die Möglichkeit, neue Karten für dieselben Shows zu kaufen. Die Anzahl der verfügbaren Karten pro Show ist abhängig von den amtlichen Abstandsregeln. Die Organisatoren betonen, dass - sofern möglich - später weitere Karten verkauft werden.

"Indem wir die Entscheidung zur Publikumszahl bis Mitte/Ende April verschieben, hoffen wir, dieses Jahr die Fans in der Ahoy Arena zu Shows erneut begrüssen zu können, und zwar in einem absolut verantwortungsbewussten Rahmen", so Sietse Bakker weiter.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 22.05.2021 | 21:00 Uhr