Stand: 28.09.20 13:30 Uhr

Alle Infos zum ESC 2021

Die Ahoy Arena in Rotterdam. © Guido Pijper Foto: Guido Pijper

Der ESC findet 2021 in der Ahoy Arena in Rotterdam statt.

Der Eurovision Song Contest 2021 findet in der Ahoy Arena in Rotterdam statt. Das Finale wird am 22. Mai 2021 ausgetragen, die Halbfinalshows finden am 18. und 20. Mai statt. Der Stadtrat von Rotterdam hat einer Austragung mehrheitlich zugestimmt. Mit der Zusage verbunden war die Billigung eines städtischen Zuschusses von 6,7 Millionen Euro für das Musikevent. Aufgrund der Corona-Pandemie hatten die Verantwortlichen den Wettbewerb am 18. März für 2020 abgesagt. Er sollte am 12., 14. und 16. Mai in Rotterdam stattfinden.

Viele Details des ESC 2021 müssen noch verhandelt werden. Die ausrichtende Europäische Rundfunkunion (EBU) hat bekanntgegeben, dass vier mögliche Szenarien für den kommenden ESC im Raum stehen. Von einer Show ohne Einschränkungen bis zu einer Show im Lockdown werde alles bedacht. Wie genau der ESC 2021 ausgetragen wird, soll sich in den ersten Monaten des Jahres 2021 entscheiden. Sicher ist bereits: Moderieren werden Chantal Janzen, Jan Smit und Edsilia Rombley, die bereits für 2020 ausgewählt wurden. Das Motto bleibt "Open Up" und auch die Bühne wird auf das nächste Jahr übertragen, da diese bereits vorbereitet wurde. "Abgesehen davon hängt vieles davon ab, was zu diesem Zeitpunkt möglich ist, von der Verfügbarkeit aller Beteiligten und davon, was zum Geist von 2021 passt", so Sietse Bakker, ausführender Produzent des ESC.

Tickets für den ESC 2021

Bereits für den ESC 2020 gekaufte Tickets behalten 2021 ihre Gültigkeit. Wer gekaufte Tickets zurückgeben möchte, konnte dies bis zum 29. Juni 2020 tun und sich den Kaufpreis dann zurückerstatten lassen. Nur der Hauptkäufer konnte eine Rückerstattung beantragen. Es kann vier bis sechs Wochen dauern, bis der Kaufpreis zurückerstattet ist. Sollten im nächsten Jahr nicht alle Personen, für die Tickets gekauft wurden (beispielsweise einer Gruppe, die gemeinsam den ESC besuchen wollte), an der Veranstaltung teilnehmen können, öffnet die EBU den Personalisierungsprozess erneut, bevor der weitere Ticketverkauf beginnt. So ist es möglich, dass Namen auf den Tickets geändert werden. Weitere Infos dazu erhalten Ticketkäufer zu einem späteren Zeitpunkt per E-Mail. Es ist nicht möglich, eine teilweise Rückerstattung der Tickets zu beantragen.

Derzeit ist noch nicht absehbar, wann und ob der offizielle Ticketverkauf für die ESC-Shows 2021 startet. Laut EBU hängt es davon ab, wie viele Tickets aus 2020 zurückgegeben werden und welche Kapazitäten in Bezug auf die Zuschauermenge während der Liveshows freigegeben werden. Falls der ESC nur mit einer verringerten Anzahl an Zuschauern stattfinden darf, wird unter den Ticketinhabern ausgelost. Diejenigen, die nicht in die Halle können, sollen den vollen Ticketpreis erstattet bekommen.

Termine für alle ESC-Shows 2021

Erstes Halbfinale | Jury Show: Montag, 17. Mai 2021
Erstes Halbfinale | Family Show: Dienstag (Nachmittag), 18. Mai 2021
Erstes Halbfinale | Live Show: Dienstag (Abend), 18. Mai 2021

Zweites Halbfinale | Jury Show: Mittwoch, 19. Mai 2021
Zweites Halbfinale | Family Show: Donnerstag (Nachmittag), 20. Mai 2021
Zweites Halbfinale | Live Show: Donnerstag (Abend), 20. Mai 2021

Finale | Jury Show: Freitag, 21. Mai 2021
Finale | Family Show: Samstag (Nachmittag), 22. Mai 2021
Finale | Live Show: Samstag (Abend), 22. Mai 2021

Teilnehmer am ESC 2021

Nach derzeitigem Stand nehmen 37 Länder am Eurovision Song Contest 2021 teil. 19 davon halten an ihren für 2020 ausgewählten Acts fest und schicken sie für Rotterdam ins Rennen.

Teilnehmerländer und Acts
LandAuswahlAct
AlbanienFestivali i Këngës | Dezember 2020
Armenien
AserbaidschanTeilnehmerin aus 2020Efendi
AustralienTeilnehmerin aus 2020Montaigne
BelgienTeilnehmer aus 2020Hooverphonic
BulgarienTeilnehmerin aus 2020Victoria
DänemarkDansk Melodi Grand Prix
Deutschlandzwei Expertenjurys
EstlandEesti Laul | 06.03.2021
FinnlandUuden Musiikin Kilpailu | 20.02.2021
FrankreichEurovision France, c’est vous qui décidez
GeorgienTeilnehmer aus 2020Tornike Kipiani
GriechenlandTeilnehmerin aus 2020Stefania
Irland
Island
IsraelTeilnehmerin aus 2020 | Song im Februar 2021Eden Alene
KroatienDora
LettlandTeilnehmerin aus 2020Samanta Tīna
LitauenPabandom iš naujo
MaltaTeilnehmerin aus 2020Destiny
MoldauTeilnehmerin aus 2020Natalia Gordienko
NiederlandeTeilnehmer aus 2020Jeangu Macrooy
Nordmazedonien
NorwegenMelodi Grand Prix | Februar 2021
ÖsterreichTeilnehmer aus 2020Vincent Bueno
Portugal
RumänienTeilnehmerin aus 2020Roxen
Russland
San MarinoTeilnehmerin aus 2020Senhit
SchwedenMelodifestivalen | 13.03.2021
SchweizTeilnehmer aus 2020Gjon's Tears
Serbien
SlowenienTeilnehmerin aus 2020Ana Soklič
SpanienTeilnehmer aus 2020Blas Cantó
Tschechische RepublikTeilnehmer aus 2020Benny Cristo
UkraineTeilnehmer aus 2020Go_A
Zyperninterne Auswahl

Deutschland wählt ESC-Act über zwei Jurys aus

Der NDR hat bekanntgegeben, dass Deutschland für den ESC 2021 seinem Auswahlverfahren für den ESC 2020 treu bleibt. Das bedeutet, dass zwei Jurys - die Experten-Jury und die Eurovisions-Jury, über den deutschen Act entscheiden werden. Ben Dolic, der 2020 mit "Violent Thing" antreten sollte, kann sich erneut bewerben, wird aber nicht direkt für 2021 nominiert. Einen Vorentscheid gibt es nicht. Wegen der großen Sparmaßnahmen des NDR findet voraussichtlich auch keine Show von der Reeperbahn vor dem ESC-Finale statt.

Slowenien mit Vorentscheid, Griechenlands Song ist fertig

Im Jahr 2020 haben zwei Länder, nämlich Rumänien und Israel, für eine feststehende ESC-Kandidatin in einem Vorentscheid nur noch nach einem Song gesucht. Im Jahr 2021 geht Israel den gleichen Weg. Außerdem widmet Slowenien Kandidatin Ana Soklič ein komplettes Voting. Die Sängerin sagte, sie stehe allen Genres offen - es müsse keine Ballade wie "Voda" sein. Stefania aus Griechenland wird 2021 einen ähnlichen Song wie "Superg!rl" präsentieren. Ihr Popsong soll schon geschrieben sein - und zwar vom gleichen Team. Dimitris Kontopoulos, das Songwriter- und Produzenten-Team Arcade und Komponistin Sharon Vaughn stünden damit auch 2021 hinter Griechenlands Song.

ESC-Vorentscheide etwa in Schweden, Estland und Norwegen

Uku Suviste, Kandidat Estlands beim ESC 2020.  Foto: ERR

Der Sänger Uku Suviste erhält einen Startplatz beim Vorentscheid Eesti Laul 2021.

Neben Deutschland werden auch einige andere Länder die Suche nach Acts neu starten. Dazu gehören unter anderem Schweden mit dem Melodifestivalen und Estland. Der diesjährige estnische Kandidat Uku Suviste hat allerdings das Angebot erhalten, einen der 24 Startplätze beim Vorentscheid Eesti Laul anzunehmen. Für dieses Verfahren hat der Sänger bereits zugesagt. Auch The Roop bekommen einen Startplatz im Finale des litauischen Vorentscheids. Der Sender LRT wolle damit den Einsatz der Band - bis zum Zeitpunkt der ESC-Absage - würdigen. In Finnland gibt es keinen fixen Startplatz für Sänger Aksel. Der Vorentscheid Uuden Musiikin Kilpailu wird nächstes Jahr wieder stattfinden. Auch Portugal plant im nächsten Jahr den Vorentscheid Festival da Canção auszurichten. Die diesjährige Gewinnern Elisa werde allerdings nicht dabei sein. Der dänische Sender DR hat für 2021 einen Dansk Melodi Grand Prix bestätigt. Ben & Tan, die Gewinner von 2020, erhalten dafür aber wohl keine Einladung daran teilzunehmen. Ulrikke verzichtet in Norwegen auf einen Startplatz im Melodi Grand Prix 2021, stattdessen soll sie als Interval-Act dort auftreten. Frankreich wird nach einer internen Wahl 2020 wieder einen Vorentscheid ausrichten. Der Kandidat aus 2020, Tom Leeb, kehrt nicht zum ESC zurück. Auch Kroatien wird einen neuen Vertreter nach Damir Kedžo suchen. In Albanien soll im Dezember laut Sender RTSH traditionell das Festivali i Këngës stattfinden. Offen scheint allerdings zu sein, ob der Sieger dann nach Rotterdam fährt - oder Arilena Ara eine zweite Chance bekommt. Sie hatte den Wettbewerb 2019 gewonnen.

EBU erlaubt 2021 Background-Gesang vom Band

Im kommenden Jahr ist zum ersten Mal Background-Gesang erlaubt, der nicht live gesungen wird. Während der Gesang des Hauptacts und die darunterliegende Vocal-Unterstützung noch immer live sein müssen, können Backing-Vocals testweise zusammen mit der Musik vom Band kommen. Das bedeutet aber auch: Alle Vocals, die die Live-Performance auf der Bühne ersetzen oder übermäßig unterstützen würden, bleiben verboten. Die EBU möchte damit die Vielfalt der Acts erhöhen und Produzenten und Komponisten helfen, das Potential der Songs voll auszuschöpfen, indem diese so nah wie möglich an der Studio-Version präsentiert werden. Diese Regeländerung soll nach dem ESC 2021 wieder überprüft werden.

Songs dürfen nicht vor September 2020 erscheinen

Während Künstler aus diesem auch im nächsten Jahr antreten dürfen, sieht es bei der Songauswahl anders aus. Da die Beiträge laut den Regularien der EBU nicht vor September 2020 kommerziell veröffentlicht werden dürfen, braucht jeder Teilnehmer ein neues Lied.

Andorra und Luxemburg schließen Rückkehr aus

Auch 2021 in Rotterdam werden die Slowakei, Monaco, Andorra und Luxemburg wieder nicht dabei sein. Eine Teilnahme schloss Andorras Sender RTVA aus finanziellen Gründen aus, obwohl Andorras bislang letzte Vertreterin Susanne Georgi aus Moskau 2009 angeblich sogar einen Sponsor beschafft habe. Auch RTL bleibt dem ESC weiter fern. Der Sender wolle sich weiterhin eher auf Nachrichtenformate konzentrieren als auf Shows und Unterhaltungsfernsehen. Luxemburgs letzte Teilnahme bleibt damit ein 20. Platz beim ESC 1993 in Millstreet. Immer wieder wurde auch über eine Teilnahme des Kosovo spekuliert. Die EBU stellte klar, dass es zurzeit keine Pläne, das Balkanland für den ESC 2021 einzuladen. Das gleiche gelte im Übrigen auch für Kasachstan.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 22.05.2021 | 21:00 Uhr