Stand: 27.05.21 17:36 Uhr

Erstes ESC-Halbfinale 2021: Alle Infos

Montaigne (Australien), Eden Alene (Israel), Vasil (Nordmazedonien) ©  eurovision tv Foto: Jess Gleeson, Shai Franco, Martin Trajanovski

Montaigne (Australien), Eden Alene (Israel) und Vasil (Nordmazedonien) traten im ersten ESC-Halbfinale an.

Der 65. Eurovision Song Contest 2021 findet in der Ahoy Arena in Rotterdam statt. Das erste Halbfinale lief am 18. Mai. Moderiert wurde die Show von Chantal Janzen, Jan Smit und Edsilia Rombley sowie Nikkie de Jager. Auf eine Auslosung für die Halbfinal-Runden wurde in diesem Jahr verzichtet. Stattdessen galt die Halbfinal-Zuordnung aus 2020. Im ersten Semifinale traten 16 Länder an. Zehn von ihnen schickten die Acts, die auch schon beim ESC 2020 antreten sollten, der Corona-bedingt abgesagt wurde. Die zehn bestplatzierten Länder im ersten Halbfinale qualifizierten sich für das Finale am 22. Mai, in dem insgesamt 26 Länder an den Start gehen.

Gewinner und Verlierer im ersten Halbfinale

Diese zehn Acts sind im Finale:


Ausgeschieden im ersten Halbfinale:

Deutschland stimmte gemeinsam mit Italien und den Niederlanden im ersten Semifinale ab.

Show mit Freunden schauen: #ESCzusammen

Mit "ESCzusammen" war es erstmals möglich, die Show live mit Freunden zusammen zu verfolgen. Das Tool macht es möglich, gleichzeitig bis zu vier Leute per Video zusammenzuschalten und den Livestream auf eurovision.de zu verfolgen - alles auf nur einer Oberfläche.

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Die schönsten Bilder vom ersten ESC-Halbfinale 2021

Australiens Kandidatin nicht live in Rotterdam

Australien war das einzige, das sich dazu entschlossen hat, sein Team nicht zum Eurovision Song Contest nach Rotterdam reisen zu lassen. Die Kandidatin Montaigne nahm aber dennoch am Wettbewerb teil. Anstelle eines Live-Auftritts war sie Live-on-tape dabei, also mit einem Video ihres Songs "Technicolour". Für den Einzug ins Finale hat es aber nicht gereicht
Die Startreihenfolge für jedes Halbfinale hat der zuständige niederländische Fernsehsender NPO in Abstimmung mit der European Broadcast Union (EBU) Ende März festgelegt.

Platzierung, Punkte und Startplätze der Länder im ersten Halbfinale
PlatzierungPunkteLandActSongStartplatz
1325MaltaDestiny"Je me casse"16
2267UkraineGo_A"Shum"15
3225RusslandManizha"Russian Woman"3
4203LitauenThe Roop"Discoteque"1
5192IsraelEden Alene"Set Me Free"12
6170ZypernElena Tsagrinou"El Diablo"8
7142SchwedenTusse"Voices"4
8138AserbaidschanEfendi"Mata Hari"14
9117BelgienHooverphonic"The Wrong Place"11
10115NorwegenTix"Fallen Angel"9
11110KroatienAlbina"Tick-Tock"10
1285RumänienRoxen"Amnesia"13
1344SlowenienAna Soklič"Amen"2
1428AustralienMontaigne"Technicolour" | Live-on-tape-Perfomance5
1523NordmazedonienVasil"Here I Stand"6
1620IrlandLesley Roy"Maps"7

Eröffnung und Interval-Act

Duncan Laurence, ESC-Gewinner von 2019 in Tel Aviv, eröffnete das erste Halbfinale mit "Feel Something". Als Interval-Act performten außerdem die Sängerin Davina Michelle und die Schauspielerin Thekla Reuten den Titel "The Power Of Water", einer Hommage an die niederländische Geschichte der Wasserwirtschaft.

ESC trotz Corona

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hatte im Vorfeld bekannt gegeben, dass bis zu 3.500 Fans pro Show in der Ahoy Arena dabei sein können - allerdings stets unter Vorbehalt. In einem Feldversuch will die niederländische Regierung damit untersuchen, wie Großveranstaltungen mit Publikum unter Corona-Maßnahmen stattfinden können. Zuvor hatte die EBU drei mögliche Szenarien für den kommenden ESC aufgestellt.

EBU disqualifiziert Belarus wegen politischer Botschaft im Song

Ursprünglich sollte auch Belarus in der ersten Hälfte des ersten Halbfinales antreten. Die belarussische Rundfunkanstalt BTRC wählte ohne Vorentscheid die Gruppe Galasy ZMesta aus, die den Titel "Ya nauchu tebya" ("Ich bringe dir bei") singen sollte. Nach massiver Kritik, der Song würde Oppositionelle und Protestierende gegen den Staatspräsidenten Aleksander Lukaschenko verhöhnen, disqualifizierte die EBU den Song. Nachdem Belarus eine Fristverlängerung gewährt wurde und auch der zweite eingereichte Titel der Band nicht den ESC-Anforderungen entsprach, entschied die EBU, Belarus nicht zum ESC 2021 zuzulassen.

Regeländerung 2021: Background-Gesang vom Band erlaubt

In diesem Jahr ist zum ersten Mal Background-Gesang erlaubt, der nicht live gesungen wird. Während der Gesang des Hauptacts und die darunterliegende Vocal-Unterstützung noch immer live sein müssen, können Backing-Vocals testweise zusammen mit der Musik vom Band kommen. Das bedeutet aber auch: Alle Vocals, die die Live-Performance auf der Bühne ersetzen oder übermäßig unterstützen würden, bleiben verboten. Die EBU möchte damit die Vielfalt der Acts erhöhen und Produzenten und Komponisten helfen, das Potenzial der Songs voll auszuschöpfen, indem diese so nah wie möglich an der Studio-Version präsentiert werden. Diese Regeländerung soll nach dem ESC 2021 wieder überprüft werden.

ESC-Teilnehmerländer mussten Auftrittsvideos einreichen

Alle Teilnehmerländer mussten für den Fall, dass ein Act aufgrund von Corona-Maßnahmen nicht nach Rotterdam reisen kann, ein Auftrittsvideo schon im Vorfeld bei der EBU einreichen. Anstelle eines Live-Auftritts wird dann das Video abgespielt. Diese Live-on-Tape-Performance darf nicht geschnitten oder nachbearbeitet sein. Die EBU hatte einige Regeln aufgestellt, damit diese Performances fair und vergleichbar sind. So sind etwa Drohnenaufnahmen, Wasser, ein Greenscreen und der Einsatz von Augmented Reality verboten. Innerhalb von 60 Minuten durfte der Act während der Aufnahme dreimal performen. Ein Durchgang wurde dann genommen. Die EBU hat die Videodrehs via Liveschalte überwacht.

Dieses Thema im Programm:

ONE | Eurovision Song Contest | 18.05.2021 | 21:00 Uhr