Stand: 06.04.21 11:55 Uhr

Erstes ESC-Halbfinale 2021: Alle Infos

Montaigne (Australien), Eden Alene (Israel), Vasil (Nordmazedonien) ©  eurovision tv Foto: Jess Gleeson, Shai Franco, Martin Trajanovski

Montaigne (Australien), Eden Alene (Israel) und Vasil (Nordmazedonien) treten im ersten ESC-Halbfinale an.

Der 65. Eurovision Song Contest 2021 findet in der Ahoy Arena in Rotterdam statt. Das erste Halbfinale läuft am 18. Mai ab 21 Uhr. Moderiert wird die Show von Chantal Janzen, Jan Smit und Edsilia Rombley sowie Nikkie de Jager. Auf eine Auslosung für die Halbfinal-Runden wurde in diesem Jahr verzichtet. Stattdessen gilt die Halbfinal-Zuordnung aus 2020. Im ersten Semifinale treten 16 Länder an. Zehn von ihnen schicken die Acts, die auch schon beim ESC 2020 antreten sollten, der Corona-bedingt abgesagt wurde. Die zehn bestplatzierten Länder im ersten Halbfinale qualifizieren sich für das Finale am 22. Mai, in dem insgesamt 26 Länder an den Start gehen.

Deutschland stimmt gemeinsam mit Italien und den Niederlanden im ersten Semifinale ab. Die Startreihenfolge für jedes Halbfinale hat der zuständige niederländische Fernsehsender NPO in Abstimmung mit der European Broadcast Union (EBU) Ende März festgelegt.

Startreihenfolge der Länder im 1. Halbfinale I 18. Mai 2021
StartplatzLandTeilnehmer/in / Song
1LitauenThe Roop -"Discoteque"
2SlowenienAna Soklič - "Amen"
3RusslandManizha - "Russian Woman"
4SchwedenTusse - "Voices"
5AustralienMontaigne - "Technicolour"
6NordmazedonienVasil - "Here I Stand"
7IrlandLesley Roy - "Maps"
8ZypernElena Tsagrinou - "El Diablo"
9NorwegenTix - "Fallen Angel"
10KroatienAlbina - "Tick-Tock"
11BelgienHooverphonic -"The Wrong Place"
12IsraelEden Alene - "Set Me Free"
13RumänienRoxen - "Amnesia"
14AserbaidschanEfendi - "Mata Hari"
15UkraineGo_A - "Shum"
16MaltaDestiny - "Je me casse"

ESC trotz Corona: Drei Szenarien möglich

Viele Details des ESC 2021 müssen noch verhandelt werden. Die ausrichtende Europäische Rundfunkunion (EBU) hat bekanntgegeben, dass während der Corona-Pandemie drei mögliche Szenarien für den kommenden ESC im Raum stehen. Von einer Show mit wenig Einschränkungen bis zu einer Show im Lockdown werde alles bedacht. Wie genau der ESC 2021 ausgetragen wird, soll sich Mitte/Ende April entscheiden.

EBU disqualifiziert Belarus wegen politischer Botschaft im Song

Ursprünglich sollte auch Belarus in der ersten Hälfte des ersten Halbfinales antreten. Die belarussische Rundfunkanstalt BTRC wählte ohne Vorentschied die Gruppe Galasy ZMesta aus, die den Titel "Ya nauchu tebya" ("Ich bringe dir bei") singen sollte. Nach massiver Kritik, der Song würde Oppositionelle und Protestierende gegen den Staatspräsidenten Aleksander Lukaschenko verhöhnen, disqualifizierte die EBU den Song. Nachdem Belarus eine Fristverlängerung gewährt wurde und auch der zweite eingereichte Titel der Band nicht den ESC-Anforderungen entsprach, entschied die EBU, Belarus nicht zum ESC 2021 zuzulassen.

Regeländerung 2021: Background-Gesang vom Band erlaubt

In diesem Jahr ist zum ersten Mal Background-Gesang erlaubt, der nicht live gesungen wird. Während der Gesang des Hauptacts und die darunterliegende Vocal-Unterstützung noch immer live sein müssen, können Backing-Vocals testweise zusammen mit der Musik vom Band kommen. Das bedeutet aber auch: Alle Vocals, die die Live-Performance auf der Bühne ersetzen oder übermäßig unterstützen würden, bleiben verboten. Die EBU möchte damit die Vielfalt der Acts erhöhen und Produzenten und Komponisten helfen, das Potential der Songs voll auszuschöpfen, indem diese so nah wie möglich an der Studio-Version präsentiert werden. Diese Regeländerung soll nach dem ESC 2021 wieder überprüft werden.

Songs nicht vor September - Compilation im April

Während Künstler aus 2020 auch in diesem Jahr antreten dürfen, sieht es bei der Song-Auswahl anders aus. Da die Beiträge laut den Regularien der EBU nicht vor September 2020 kommerziell veröffentlicht werden durften, braucht jeder Teilnehmer ein neues Lied. Die EBU veröffentlicht eine Compilation aller Wettbewerbstitel auf CD und digital am 23. April.

ESC-Teilnehmerländer müssen Auftrittsvideo drehen

Für den Fall, dass ein Act im Mai nicht in Rotterdam auftreten kann, muss jedes Land ein Auftrittsvideo seines Acts bei der EBU einreichen. Dieses soll dann anstelle eines Live-Auftritts abgespielt werden. Diese Live-on-Tape-Performance darf nicht geschnitten oder nachbearbeitet sein. Die EBU hat einige Regeln aufgestellt, damit diese Performances fair und vergleichbar sind. So sind etwa Drohnenaufnahmen, Wasser, ein Greenscreen und der Einsatz von Augmented Reality verboten. Innerhalb von 60 Minuten darf der Act dreimal auftreten. Ein Durchgang wird dann genommen. Die EBU überwacht den Videodreh via Liveschalte.

Dieses Thema im Programm:

ONE | Eurovision Song Contest | 18.05.2021 | 21:00 Uhr