Stand: 20.04.15 19:22 Uhr

Guy Sebastian: "Australien liebt den Song Contest"

Guy Sebastian aus Australien bei Eurovision in Concert in Amsterdam 2015 © NDR Fotograf: Patricia Batlle

Will seinem kleinen Sohn eine Tiroler Tracht mitbringen: der Australier Guy Sebastian.

Der Australier Guy Sebastian ist ein Superstar in seiner Heimat. Nun nutzt er eine Wildcard, um beim 60. Eurovision Song Contest in Wien teilzunehmen. Bei seinem ersten ESC-Abstecher nach Amsterdam zu Eurovision in Concert, bei dem er seinen Favoritenstatus gestärkt hat, haben wir die Gelegenheit zu einem Blitzinterview genutzt.

Wie kam es zu deiner Teilnahme beim ESC in Wien?

Guy Sebastian: Viele Leute wissen das nicht, aber der Song Contest wird bereits seit 30 Jahren in Australien übertragen. Es gibt viele Fans, die Leute lieben die Show. Es wird jedes Jahr größer und größer. Und Conchita hat letztes Jahr gewonnen, ich glaube, Conchita wird eine Karriere in Australien machen. Die Sache hat immer mehr Fahrt aufgenommen und plötzlich ist uns für das 60. Jubiläum die ESC-Wildcard zum Mitmachen angeboten worden. Ich bin dann angerufen worden und ich habe natürlich sofort zugesagt, das ist ja der Wahnsinn.

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"Aussie"-Alarm in Amsterdam mit Guy Sebastian

Wir haben gehört, dass es Trinkwettbewerbe beim Zuschauen des Song Contest gibt. Stimmt das?

Sebastian: (lacht) Ich glaube, Australier nutzen jede Ausrede, um zu trinken. Also ist die Eurovision eine weitere Ausrede. Ich habe schon bei vielen Eurovisions-Partys mitgefeiert. Die Leute haben dafür Partys in ihrem Wohnzimmer organisiert oder sich bei Live-Übertragungen in Bars oder auf Plätzen getroffen. Ich freue mich schon sehr darauf! Ich will natürlich einen guten Job machen.

Hier bei Eurovision in Concert in Amsterdam herrscht immer eine besondere Atmosphäre. Warst du darauf vorbereitet?

Sebastian: Mir dämmert so langsam, wie groß das Ding hier ist. Es ist ja schon in Australien groß, aber hier ist das ein massives Ding. Die Leute halten mich hier auf der Straße an! Unglaublich! Normalerweise, wenn ich hier in Europa bin, kann ich entspannt Urlaub machen. Das wäre in Australien anders. Aber hier halten mich die Leute auf der Straße an und sagen: "Du bist dieser Aussie-Guy". Das ist ganz schön cool.

Der Wettbewerb umfasst viele Stilrichtungen. Welche Musik magst du?

Sebastian: Ich bin mit alter Soulmusik aufgewachsen, mit Sam Cook und Otis Redding. Als ich gehört habe, wie Redding das Lied "I've Been Loving You Too Long" singt, wusste ich, dass ich Musik machen möchte. Es gibt dieses Jahr beim Song Contest tolle Stimmen, manche mit Soul, manche mit Rock.

Was wirst du deinem kleinen Sohn aus Europa mitbringen?

Sebastian: Ich möchte meinem Sohn so ein komplettes Tiroler Outfit mitbringen. Mit dem Tirolerhut und den langen Socken und allem Drum und Dran. Ich habe so eines im Schaufenster gesehen und konnte mich nicht mehr einkriegen. Ich muss ihm das kaufen, das ist so süß. Hoffentlich kriege ich eines. Und wenn ich dann beim Finale in Wien auftrete, werde ich dafür sorgen, dass er in der Nacht die österreichische Tracht anzieht.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 23.05.2015 | 21:00 Uhr

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