Stand: 11.05.14 11:22 Uhr

So hat Deutschland abgestimmt

Niederlande The Common Linnets © NDR Fotograf: Rolf Klatt

Keine Diskussion: The Common Linnets überzeugten Jury wie Zuschauer.

Einen Tag nach dem Finale wurden die Ergebnisse aus den Jury- und Televotings aller teilnehmenden Länder des Eurovision Song Contest in Kopenhagen bekannt gegeben. Eine interaktive Karte gibt Antwort darauf, welche Kandidaten bei den Jurys besonders hoch im Rang standen und wer die Lieblinge der Fans waren.

Österreich polarisiert, die Niederlande vereinen

Einig waren sich die deutschen Fernsehzuschauer und die deutschen Juroren besonders bei den Niederlanden, die es im Finale bis auf den zweiten Platz schafften, und Armenien, das auf Platz vier der Show landete. Auch Polen, Ungarn, Malta und Rumänien schätzten unsere Zuschauer und Jury ähnlich ein. Gerade beim Siegertitel aus Österreich gehen die Meinung der Berufsmusiker und der Zuschauer dafür weit auseinander. Während beim Publikum außerdem Griechenland und Russland gut ankamen, lagen bei der Jury Dänemark und Finnland hoch im Kurs.

Deutsche Punktevergabe beim ESC 2014: Durchschnitt der Jurywertungen und des Televotings
LandPunkteRang JurywertungRang Televoting
Niederlande1222
Polen1043
Dänemark8110
Österreich7111
Armenien666
Norwegen559
Finnland4312
Schweiz3127
Island2148
Spanien11013
Ukraine-1814
Weißrussland-2321
Aserbaidschan-925
Rumänien-1617
Montenegro-2424
Griechenland-224
Schweden-716
Frankreich-2020
Russland-195
Italien-1518
Slowenien-2123
Ungarn-1715
Malta-1311
San Marino-2522
Großbritannien-819

Das Ziel ist mehr Transparenz

Die für den ESC zuständige European Broadcasting Union (EBU) hatte sich zum Ziel gesetzt, für mehr Transparenz beim Abstimmungsverfahren zu sorgen: In diesem Jahr sind daher zum ersten Mal sogar die Ranglisten der einzelnen Jury-Mitglieder abrufbar.

Eine schwierige Aufgabe, die sich die deutschen Juroren zu Herzen genommen haben. Für Rapper Sido - als Jury-Mitglied ganz bürgerlich als Paul Würdig aufgeführt - zählte Außenseiter Georgien zu seinen persönlichen Favoriten: "Originalität zählt. Ich muss glauben, was da auf der Bühne passiert," erzählte er eurovison.de im Interview. "Ich habe jemanden auf Platz eins gewählt, der bei allen anderen weit abgeschlagen war. Ich will ja nicht für jemanden voten, von dem ich glaube, dass er am Ende gewinnen wird - sondern wen ich am besten fand."

Authentizität ist allen wichtig

Sängerin Jennifer Weist achtete darauf, wie der Song präsentiert wurde: "Für mich macht auch immer viel die Perfomance aus, also was auf der Bühne stattfindet. Auch da ist Authentizität ein großes Thema: Man muss denen das einfach abkaufen. Wenn Trampolin gesprungen wird im Hintergrund, geht alles verloren - finde ich. Da denke ich: Wollen die überspielen, dass die einen schlechten Song haben?"

Die Jurywertungen beim ESC 2014 im Detail
LandRangJennifer WeistMadeline JunoKonrad SommermeyerPaul WürdigAndreas Bourani
Dänemark111111
Niederlande223222
Finnland332375
Polen464453
Norwegen5466310
Armenien657849
Schweden7118566
Großbritannien8815787
Aserbaidschan910179154
Spanien1071914108
Österreich11913111312
Schweiz12185121113
Malta13131113915
Island14199151618
Italien152218101711
Rumänien161214162122
Ungarn171412241917
Ukraine182020181416
Russland191716231221
Frankreich202110172520
Slowenien211524222314
Griechenland221621202419
Weißrussland232423192025
Montenegro242322212224
San Marino252525251823

Fan-Diskussion im Netz

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Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 10.05.2014 | 21:00 Uhr