Stand: 14.02.16 11:30 Uhr

Kanadierin Rykka für die Schweiz zum ESC

Die Schweizer ESC-Kandidatin Rykka © SRF/Mirco Rederlechner Foto: Mirco Rederlechner

Die gebürtige Kanadierin Rykka soll für die Schweiz in die Fußstapfen von Céline Dion treten.

28 Jahre nach Céline Dion soll wieder eine Kanadierin die Schweiz zum ESC-Sieg führen: Christina Maria Rieder, besser bekannt unter Rykka, wird in Stockholm die ausgesprochen radiotaugliche Pop-Ballade "The Last Of Our Kind" singen. Anders als Dion hat die aus Vancouver stammende Sängerin immerhin schweizerische Wurzeln - und ihren Song gemeinsam mit Mike James, Jeff Dawson (Produzent von Daniel Powter) und Warne Livesey (Produzent von Midnight Oil) selbst geschrieben.

Regionaler Proporz

Zum nunmehr sechsten Mal präsentierte das schweizerische Fernsehen als Kooperation zwischen den Rundfunkanstalten der einzelnen Landesteile "Die große Entscheidungsshow". Immerhin zwei Finalqualifikationen sind seither aus dem Showkonzept hervorgegangen, das den regionalen Sendern relativ großen Spielraum für die Auswahl der eigenen Beiträge einräumt. Nur der deutschsprachige Landesteil setzt dabei auf das Internet zur Entgegennahme öffentlicher Bewerbungen. Dass der anschließende "Expertencheck", der aus den Einreichungen neun Finalisten aussiebt, einem Proporzsystem unterliegt (drei Titel aus der Deutschschweiz, zwei Titel aus der Romandie und ein Titel aus dem Tessin), sorgte in der Vergangenheit allerdings immer wieder dafür, dass spannende Kandidaten weniger originellen Beiträgen den Platz räumen mussten. So auch in diesem Jahr.

Beschauliche Endrunde

Die Schweizer ESC-Kandidatin Rykka © SRF/zvg

Rykka setzte sich in der schweizer Finalrunde gegen fünf Konkurrenten durch.

Braves Handwerk dominierte das Starterfeld im Finale, nachdem fast sämtliche Beiträge mit Ecken und Kanten im Vorfeld eliminiert worden waren. Alleine die Genfer Band Kaceo war in die sonst eher beschauliche Endrunde gerutscht und hätte beinahe für einen Skandal gesorgt, weil der französische Text ihres Beitrags "Disque d'or" so gar nicht ESC-konformes Vokabular wie "Arsch" und "Nutte" enthielt. Im Anschluss an die Finalbeiträge durften die sechs Kandidaten ihr Gesangstalent wie gewohnt noch einmal mit der Coverversion eines bekannten Hits unter Beweis stellen, bevor Conchita gemeinsam mit dem 12-jährigen Schweizer Supertalent Flavio Rizzello noch einmal ihr "Rise Like A Phoenix" zum besten gab. Ohne große Punktevergabe wurde schließlich die hochfavorisierte Rykka zur Siegerin gekürt, und die Schweiz kann sich rühmen, in gewohnter Tradition ein nettes Lied zum ESC zu schicken.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 14.05.2016 | 21:00 Uhr