Stand: 28.02.16 11:30 Uhr

Lidia Isac vertritt Moldau mit "Falling Stars"

Lidia Isac singt "Falling Stars" beim moldauischen ESC-Vorentscheid. © Picture-Alliance / dpa

Lidia Isac gewinnt den ESC-Vorentscheid in Moldau mit dem Titel "Falling Stars".

Im vierten Anlauf hat es endlich geklappt: Lidia Isac darf ihre Heimat Moldau beim Eurovision Song Contest vertreten. In diesem Jahr war sie mit dem Titel "Falling Stars" als Solistin an den Start gegangen, nachdem sie in den drei Vorjahren als Mitglied des Duos Glam Girls stets glücklos geblieben war. Geschrieben hat den Titel der schwedische "Idol"-Gewinner Gabriel Alares, der für den russischen Erfolgstitel "A Million Voices" von Polina Gagarina im Vorjahr verantwortlich zeichnete.

Geringe Resonanz für Vorentscheid

Natalia Barbu tritt für Moldau beim ESC 2007 an © NDR Foto: Rolf Klatt

Die moldauische ESC-Teilnehmerin von 2007, Natalia Barbu, galt mit ihrem Trio Elle beim Vorentscheid als Favoritin. Ihr Management zog die Bewerbung allerdings wieder zurück.

Ursprünglich wollte das moldauische Fernsehen seiner nationalen Vorentscheidung "O Melodie Pentru Europa" auch in diesem Jahr wieder eine Vorauswahlrunde vorschalten, in der aus allen Einreichungen 50 Titel für die Live-Auditions in die engere Wahl genommen werden sollten. Bis zum Stichtag am 7. Dezember 2015 waren allerdings gerade einmal 47 Songvorschläge eingegangen - darunter wie üblich viel Soundmaterial nicht-moldauischen Ursprungs, vor allem aus Schweden. Der von den Fans hochfavorisierte Titel "Tare" von Elle (mit der moldauischen Teilnehmerin 2007 in Helsinki, Natalia Barbu) wurde vorzeitig aus dem Wettbewerb zurückgezogen, nachdem das Management den Veranstaltern mangelnde Seriosität und Korruption vorgeworfen hatte.

Viel Körpereinsatz und kulturelle Elemente

Der moldauische Kandidat Pasha Parfeny singt den Titel "Lautar". © Eurovision TV Foto: EBU

Pasha Parfeny war 2012 Kandidat in Baku. Beim moldauischen Vorentscheid hielt er das Publikum in den Pausen bei Laune.

Dennoch verlief die moldauische Vorentscheidung gewohnt unterhaltsam: Hier und da fehlende Fernsehtechnik wurde durch viel Körpereinsatz und Kreativität wettgemacht - bei kaum einer nationalen Vorentscheidung wird so viel getanzt. Und nicht nur das: In den Beiträgen gab es so viele identitätsstiftende Elemente der moldauisch-rumänischen Kultur zu entdecken, wie schon lange nicht mehr. Das Pausenprogramm bestritt Pasha Parfeny (ESC-Teilnehmer 2012 in Baku) in Eigenregie mit einem Mini-Konzert, das gefühlt fast die Hälfte der Sendezeit in Anspruch nahm, aber einen unterhaltsamen Querschnitt seines Repertoires bot. Dass am Ende Lidia Isacs platter Schwedenschlager das Rennen machte, war wenig überraschend. Überraschend wäre allerdings, wenn er sich für das ESC-Finale qualifizieren würde.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 14.05.2016 | 21:00 Uhr