Estlands Song-Contest-Kandidatin 2018 Elina Nechayeva. © Laura Nesto
Stand: 29.03.18 08:57 Uhr

Elina Nechayeva greift nach den Sternen

Als Kind wollte Elina Nechayeva Astronautin werden. Und auch beim Eurovision Song Contest 2018 in Portugal möchte sie hoch hinaus. Die ausgebildete Opernsängerin hat im Vorfeld angekündigt, über die Bühne in Portugal zu schweben und von dort oben zwischen den Sternen ihre Botschaft verbreiten zu wollen: dass Liebe heilende Kräfte hat. Wie das geht, macht sie beim estnischen Vorentscheid "Eesti Laul" vor. Sie steht auf einem Podest, das von ihrem meterlangen Kleid verdeckt wird. Dieses Bild von der überdimensional großen Sängerin erinnert ein bisschen an den Scheinriesen aus "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer", nur dass Nechayeva besser singt - und anmutiger aussieht.

Elina Nechayeva steht auf der Bühne des estnischen Vorentscheids und singt.

Estland: Elina Nechayeva - "La forza"

Elina Nechayeva singt für gewöhnlich an der Oper in Tallinn. Jetzt macht sie einen Abstecher zum Eurovision Song Contest. In Lissabon tritt sie im ersten Semifinale mit "La forza" an.

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Crossover aus Klassik und Pop

Der Gesang der estnischen Kandidatin ist tatsächlich besonders: Im ESC-Jahrgang 2018 ist niemand, der höhere Töne anschlägt als die Opernsängerin. Doch auf ein komplett klassisches Stück wollte man anscheinend nicht setzen und entschied sich für eine Crossover-Nummer, bestehend aus Oper- und Pop-Elementen. Es ist nicht so, als hätte es das beim Song Contest noch nie gegeben, aber Nechayeva sticht mit ihrer Stimme tatsächlich aus den bisher da gewesenen Nummern heraus.

Elina Nechayeva

Geburtsdatum: 10. November 1991
Geburtsort: Tallinn, Estland
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"La forza" - Estin mit italienischem Song

Und noch etwas ist besonders: Die estnische Kandidatin singt weder auf ihrer Heimatsprache noch auf Englisch. Nein, Opern-typisch und stilecht ist Italienisch die Sprache der Wahl. Ihr Titel "La forza" ist komponiert von Mihkel Mattisen und Timo Vendt. Beide sind bereits ESC-erfahren: Sie verantworten auch den estnischen Beitrag "Et uus saaks alguse" für Birgit Õigemeel aus 2013. Den Text für den ESC-Song 2018 hat Nechayeva gemeinsam mit Ksenia Kuchukova, einer Kollegin von der Tallinner Oper, aus verschiedenen italienischen Opern zusammengesucht. Italienisch spricht Nechayeva fließend - ebenso wie Russisch, Englisch, Französisch und natürlich ihre Muttersprache Estnisch.

UMFRAGE

Mögliche Antworten

Schafft Elina Nechayeva es ins Finale?

Erst Kinderchor, dann Oper

Das Singen entdeckt Elina Nechayeva schon früh für sich. Mit vier Jahren wird die 1991 geborene Estin Mitglied eines Kinderchors und bereits in jungen Jahren bekommt sie Gesangsunterricht. Später geht sie in ihrer Heimatstadt Tallinn an die Uni, um Musik zu studieren. Ihren Abschluss an der Estonian Academy of Music and Theatre macht sie 2016. Noch während ihres Studiums hat sie ihren ersten Auftritt an der estnischen Nationaloper. Ihre komplette Gesangskarriere verfolgt sie mit ehrgeizigen Zielen. Ihr Traum: Sie will gerne auf allen großen Opernbühnen der Welt stehen und singen. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die Estin hart an sich.

Mit Disziplin zum Ziel

Nechayevas Tag beginnt mit Yoga und einer Runde Joggen. Sie versucht immer, überall hinzulaufen, wo es nur möglich ist. Doch die Sängerin achtet nicht nur auf ihren Körper, auch die richtige Einstellung zählt. Positiv denken, fröhlich sein! Will sich die Estin dann doch einmal ein bisschen Zerstreuung gönnen, dann schaut sie sich Disney-Filme an. Animationsfilme mit Prinzessinnen haben es ihr besonders angetan. Und wie eine Prinzessin in einem Glitzerkleid dürfte sie dann auch auf der Bühne beim Eurovision Song Contest aussehen. Bleibt für sie nur zu hoffen, dass ihr persönliches Märchen - genau wie im Film - auch gut ausgeht und sie im Halbfinale punkten kann.

Teilnehmer

Ein estnischer Prinzessinnentraum