Die Sängerin Eneda Tarifa schaut in die Kamera. © RTSH Foto: Avni Selmani
Stand: 17.03.16 12:00 Uhr

Eneda Tarifa: Mit Power-Ballade zum ESC

Das kleine Land Albanien schickte wieder eine Solokünstlerin zum ESC - das dritte Mal in Folge. Diesmal sang Eneda Tarifa für den Balkanstaat, der seit 2004 in Istanbul zur ESC-Familie gehört. Tarifa überzeugte die Jury beim Festivali i Këngës mit der Rockballade "Përrallë" (Märchen). Der erste Platz bei dem traditionsreichen Musikwettbewerb bescherte ihr auch die Fahrkarte zum Eurovision Song Contest. Nach dem zweiten Halbfinale ist die Erfolgstour jedoch zu Ende.

Albanien: Eneda Tarifa - "Fairytale"

Eurovision Song Contest -

In hautenger, goldener Robe performte Eneda Tarifa aus Albanien ihren Song "Fairytale" beim zweiten Halbfinale - und sieht selbst aus wie aus einem Märchen.

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Castingshow bringt den Erfolg

Wie die meisten albanischen ESC-Kandidaten machte sich Eneda Tarifa durch ihre Teilnahme an verschiedenen Musikwettbewerben einen Namen in ihrem Heimatland. Auch beim Festivali i Këngës war die 1982 geborene Tiranerin schon mehrfach dabei. Den Durchbruch brachte ihr jedoch die Castingshow "Top Fest", die sie 2010 gewann. Der Sieg kurbelte nicht nur ihre Gesangskarriere an, er verschaffte ihr auch einen Job als Moderatorin bei Top Channel, dem Sender, der auch die Castingshow produziert. Dort präsentiert sie seither die Satiresendung "Portokalli".

Homophobie-Vorwürfe nach Conchita-Sieg

Eneda Tarifa

Geburtstag: 30.03.1982
Geburtsort: Tirana
Land: Albanien
Sternzeichen: Widder
Ehemann: Erion Zaloshnja (Musiker)
Kinder: Aria (*2013)
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2014 sorgte Eneda Tarifa schon einmal für ESC-Schlagzeilen. Ein Post auf Facebook, in dem sie sich negativ zum Sieg von Conchita Wurst geäußert haben soll, brachte ihr Homophobie-Vorwürfe ein. Auf die entrüsteten Kommentare antwortete sie, gegen jede Art von sexuellem, politischem, religiösem, regionalem oder rassistischem Exhibitionismus auf Kosten der Kunst zu sein. Ob sich Tarifa ihre Äußerungen wohl verkniffen hätte, wenn sie damals schon gewusst hätte, dass sie einmal selbst beim ESC startet?

Der Songtitel, ein Omen?

Wie bereits in den Vorjahren hat auch ihr Festivali-i-Këngës-Gewinnersong für den ESC noch eine gründliche Überarbeitung bekommen. Ob die englische Version ihres Songs ein guter Einfall war? Dem Norweger Alexander Rybak brachte der Songtitel "Fairytail" 2009 in Moskau immerhin den Sieg ein. Vielleicht war das ja auch ihre Intention, leider reichte es aber nicht einmal für eine Finalteilnahme.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 14.05.2016 | 21:00 Uhr