Stand: 10.05.14 10:24 Uhr

Eurovisionäre Hochzeitszeit in Kopenhagen

von Sascha Sommer

Die Stadt Kopenhagen hat neben dem Eurovision Song Contest noch ein besonderes Ereignis zu feiern: Direkt vor dem Grand Final des Events erinnert die Stadt an ein Jubiläum: Vor genau 25 Jahren wurde hier die erste homosexuelle Hochzeit gefeiert. Am 9. Mai 1989 legalisierte Dänemark als erstes Land der Welt gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Genau das nutzten nun Dutzende Homo- und Heteropaare aus zahlreichen Ländern an drei Tagen, um sich am wohl wichtigsten Tag ihres Lebens im Freien trauen zu lassen. Das Rådhuset (dt.: Rathaus) der Stadt Kopenhagen blieb diese Woche deshalb für andere Hochzeiten geschlossen.

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Massenhochzeit in Kopenhagen

Viele "trauen" sich zum Ja-Wort

Insgesamt 48 Paare haben sich nach Angaben des Bürgerbüros der Stadt Kopenhagen das Ja-Wort gegeben. Oberbürgermeister Frank Jensen traute unter anderem auch zwei Deutsche: Alexander Nicolai und Holger Schmitt aus Frankfurt am Main. Für beide war es der ideale Zeitpunkt, sich trauen zu lassen. "Als ich von der Massenhochzeit in Kopenhagen gelesen habe, war klar, dass wir das auch mitmachen", sagt Alexander nach der Hochzeit. Die beiden lernten sich vor elf Jahren beim "Christopher Street Day" in Frankfurt kennen.

Conchita Wurst als Ikone für Diversity

Die Akteure des ESC auf dem Roten Teppich vor dem Rathaus von Kopenhagen. © NDR Foto: Rolf Klatt

Dragqueen Conchita Wurst genießt viele Sympathien beim Eurovision Song Contest, lobt am Wettbewerb den Gedanken der "Toleranz und Akzeptanz".

"Ich freue mich darauf, wenn ein Land gewinnt, in dem Schwule auch willkommen sind. Es gibt manche Länder, wo das ja viel schwieriger ist. Deswegen habe ich alle Hoffnungen auf Österreich gesetzt. Da kann nichts schief gehen", ergänzt Holger. Conchita Wurst selbst ist ein großer ESC-Fan, weil sie schätzt, dass der ganze Contest "auch gestützt wird von Toleranz und Akzeptanz".

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 10.05.2014 | 21:00 Uhr