Stand: 11.04.2019 10:02 Uhr

Israel für Entdecker: Ein Reisetagebuch

von Hannah Lesch, Björn Rohwer, Tobias Zuttmann

22. Tag: Haifa - Paradebeispiel des Zusammenlebens

Die hängenden Gärten der Bahai. Im Hintergrund die Stadt Haifa und das Mittelmeer.
Die Bahai-Gärten sind das Highlight jedes Haifa-Besuchs.

Auch heute steht wieder ein Reisetag an. Es geht in den Norden - nach Haifa. Dort besuchen wir ein Tech-Start-Up, das sich auf Smart-Home-Software spezialisiert hat. Die Besonderheit: Die Gründer sind arabisch und jüdisch. Es ist nicht überraschend, dass wir solch ein Start-Up gerade in Haifa gefunden haben. Die Stadt gilt als Paradebeispiel für das friedliche Zusammenleben von Juden und Arabern. Nach dem Interview wandern wir zu dem höchsten Punkt der Bahai-Gärten - einem der beeindruckendsten Aussichtspunkte der Stadt. Die Bahai sind eine sehr junge, erst im 19. Jahrhundert gegründete muslimische Religionsgemeinschaft, die hier in Haifa eine ihrer heiligsten Stätte hat. Wir lassen den Tag beim Sonnenuntergang am Strand ausklingen und fahren zurück nach Tel Aviv.

23. Tag: Karneval in Israel

Zum Abschluss unserer Reise erleben wir das israelische Pendant zum deutschen Karneval: Purim. Dabei feiern die Juden Ester, die im persischen Reich vor mehr als 2.500 Jahren die Juden vor Haman, einem hohen Regierungsbeamten, rettete. Haman wollte alle Juden töten lassen, doch durch Esters Einsatz konnte dies verhindert werden. Die Menschen verkleiden sich, singen in den Straßen und tanzen in den Klubs. Wir machen mit, verkleiden uns als Bärin, Teufel und Frosch und investieren unsere letzten israelischen Schekel in Cocktails am Straßenrand.

24. Tag: Bye, bye Israel!

Drei Studenten in Israel
Wir verabschieden uns! Liebe Grüße von Tobias, Hannah und Björn.

Am Flughafen machen wir uns auf eine harte Sicherheitskontrolle gefasst - und so kommt es auch. Direkt zu Beginn werden wir getrennt befragt, sollen erzählen, was wir in Israel gemacht haben. Dann werden unsere Reisepässe kontrolliert. Besonders interessiert das Sicherheitspersonal Tobias' Stempel aus Marokko, Björns Vorname und Hannahs Geburtsort (Neuwied). Die nächste Herausforderung ist Björns Handgepäck. Hier haben wir fast alle elektrischen Geräte gesammelt, die an der Sicherheitskontrolle alle einzeln ausgepackt und mehrmals mit Bombendetektoren untersucht werden. Insgesamt dauert das Prozedere eine Dreiviertelstunde. Nach einem letzten Gruß auf Instagram steigen wir in den Flieger zurück nach Deutschland. Schön war's.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR Blue | ESC Update | 27.04.2019 | 19:05 Uhr

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