Roko Blažević, Kroatiens ESC-Teilnehmer 2019 © HRT
Stand: 17.02.19 14:08 Uhr

Roko geht für Kroatien an den Start

Roko Blažević, Kroatiens ESC-Teilnehmer 2019 © HRT

Roko ist Kroatiens ESC-Hoffnung 2019 in Israel.

Mit weißen Engelsflügeln und beeindruckender Stimme hat der Casting-Star Roko Blažević die kroatische Vorentscheidung "Dora" für sich entschieden und vertritt sein Land beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv. Die dramatische Ballade "The Dream" von Jacques Houdek (2017 in Kiew), Andrea Čubrić und "Rise Like A Phoenix“-Texter Charlie Mason erhielt die Höchstpunktzahl von Regionaljurys und Zuschauern. Der 18-jährige Sänger war als Sieger der dritten Staffel der Kinder- und Jugend-Castingshow "Pinkove zvezdice" (Rosa Sterne) einem breiten Publikum in Kroatien bekannt geworden.

Wiederbelebtes Traditionsfestival

Nachdem die interne Auswahl des nationalen Beitrags dem kroatischen Fernsehen in den letzten Jahren ebenso durchwachsene Ergebnisse bescherte wie zuletzt die 2011 eingestellte "Dora", entschied man sich in Zagreb dafür, das traditionsreiche Festival 2019 im Rahmen der HRT Musiktage wiederzubeleben, um dem mangels guter Platzierungen schwindenden Zuschauerinteresse am ESC aktiv entgegenzuwirken. Tatsächlich rief die 20. "Dora"-Edition eine ganze Reihe alter Bekannter auf den Plan, unter anderem das Autorenehepaar Tonči und Vjekoslava Huljić, das für die kroatischen ESC-Beiträge 1995, 1999, 2001 und 2009 verantwortlich zeichnete.

Roko Blažević 

Heimatstadt: Split (Kroatien)

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Stilistische Bandbreite

Nach fünf Jahren "Dora"-Pause beeindruckte die stilistische Bandbreite des Festivals, die von Hardrock über Swing bis Elektro reichte, und den Wettbewerb zu einem recht unterhaltsamen Vergnügen machte. Mit viel Liebe hatten die Kroaten im Casino von Opatija ein opulentes Spektakel inszeniert, das mit vielen Stargästen glänzte, unter anderem mit ESC-Veteranin Vanna (2001 in Kopenhagen) und Vorjahresteilnehmerin Franka Batelić. Die Chance für eine musikalische Erneuerung nutzen die Kroaten allerdings nicht: Sowohl Juroren als auch Publikum entschieden sich für eine stereotypisch schmalzige ESC-Ballade, die ohne spektakuläre Inszenierung nur schwer den Sprung ins Finale schaffen dürfte.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 17.05.2019 | 01:00 Uhr