Kommentar

Stand: 12.05.19 14:48 Uhr

Zweite Probe: Glänzend in Form, diese S!sters

Teamwork lohnt offenbar: Zwei Tage nach den ersten Schritten auf der ESC-Bühne von Tel Aviv gingen die deutschen S!sters, Laurita und Carlotta, in beinah heiterer Konzentriertheit zu Werke. Zwischen der ersten und zweiten Probe im Convention Center waren sie anscheinend alles andere als untätig. Denn die ästhetischen Änderungen an ihrer Performance fielen auf Anhieb ins Auge: keine Fotogalerien und kein Text auf der LED-Wand im Hintergrund. Stattdessen gab es ausschließlich Bilder der beiden Sängerinnen selbst zu sehen. Und das sah erheblich besser aus, zielgerichteter und smarter.

Für Deutschland stehen S!ster mit "Sister" auf der ESC-Bühne. © eurovision.tv Foto: Thomas Hanses

S!sters absolvieren zweite Probe erfolgreich

Eurovision Song Contest -

Bei der zweiten Probe der S!sters gab es nur Bilder der beiden Sängerinnen zu sehen. Sowohl Carlotta als auch Laurita wirkten sehr konzentriert bei der Präsentation von "Sister".

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Glaubwürdige Schwesterlichkeit - als S!sters

Beide Sängerinnen wirkten während der drei Durchgänge von je drei Minuten hochkonzentriert und ohne auch nur eine Spur von Nervosität. Die beiden jungen, modernen Frauen entwickelten im Laufe ihrer 180 Sekunden eine Geschichte. Diese handelt davon, dass sie sich als Frauen nicht anbitchen wollen, sondern geschwisterlich miteinander umgehen. Es hatte etwas von Schwestern, die einander nicht nur etwas gönnen können, sondern sich auch fördern. Mit dem wummrig im Hintergrund eingesetzten, aber immer sanften Beats hatte ihre Performance etwas Suggestives und Einnehmendes. An dieser Justierung ihres Auftritts wirkten natürlich viele Leute aus dem deutschen ESC-Team mit: Vocal Coach, Licht- und Videoregieexperten, um nur einige wenige zu nennen. Sie fummeln an den winzigen Schrauben der deutschen Vorstellung beim ESC.

"Hallelujah": Überraschende Performance bei der Pressekonferenz

Bei der Pressekonferenz im Anschluss an ihre zweite Probe überzeugten beide mit Antworten in fließendem Englisch. Sie erzählten, was es ihnen bedeutet, beim ESC mitzumachen und wie sehr sie wüssten, welche Hoffnungen sie auch für viele Fans verkörpern.

Zum Entzücken vieler Fans intonierten sie schließlich anderthalb Minuten des ESC-Klassikers "Hallelujah" - Israels ESC-Siegerlied aus dem Jahr 1979 - in schönstem Hebräisch. Beifall für beide und Applaus für ihre vier Choristinnen, die in den Refrain einstiegen.

Deutscher Act tritt in der ersten Hälfte des Finales auf

Schließlich waren sie auch noch Objekt der Auslosung: Aus einer gläsernen Blumenvase zogen sie ein Los, auf dem stehen würde, ob sie in der ersten oder zweiten Hälfte des Finales auftreten werden. Die beiden wickelten die Papierrolle aus: "1st Half". Sie werden also zwischen Startplatz eins und 13 auftreten. Die genaue Reihenfolge wird erst in der Nacht nach dem zweiten Halbfinale von der ESC-Regie festgelegt.

Feddersens Kommentar

Proben von Israel und den Big Five

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 18.05.2019 | 21:00 Uhr