Stand: 27.03.18 14:30 Uhr

Cláudia Pascoal singt für Gastgeber Portugal

Cláudia Pascoal tritt in die Fußstapfen von Salvador Sobral und geht für Gastgeber Portugal beim Eurovision Song Contest in Lissabon an den Start. In einem spannenden Finale, bei dem Moderatorin Filomena Cautela schon einmal ihre ESC-Tauglichkeit unter Beweis stellte, erhielt die 23-Jährige für ihre hypnotische Ballade "O jardim" (Der Garten), die sie im Duett mit Komponistin Isaura sang, genauso viele Punkte wie Mitkonkurrentin Catarina Miranda. Da bei Punktegleichstand in Portugal die Publikumswertung überwiegt, hatte die ehemalige "The-Voice"-Kandidatin mit den auffälligen pinken Haaren zur Freude der Zuschauer am Ende die Nase vorn.

Die Sängerin Cláudia Pascoal aus Portugal

Portugal: Cláudia Pascoal - "O jardim"

Cláudia Pascoal präsentiert ihre Ballade "O jardim" (Der Garten) im Duett mit Komponistin Isaura. Den portugiesischen Vorentscheid gewann die 23-Jährige dank der Publikumswertung.

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Pannen und Plagiatsvorwürfe

Cláudia Pascoal tritt beim ESC 2018 für Gastgeberland Portugal an. © eurovision.tv/Facebook Cláudia Pascoal

Cláudia Pascoal singt - mit auffälliger Haarfarbe - eine hypnotische Ballade.

Nachdem der Relaunch des Festival da Canção dem portugiesischen Fernsehen 2017 den nicht mehr für möglich geglaubten ESC-Sieg beschert hatte, sollte in diesem Jahr der eingeschlagene Weg fortgeführt werden, die Komponisten wieder in den Mittelpunkt des Wettbewerbs zu stellen. Die Resonanz war so groß, dass die ursprünglich geplanten 20 Beiträge um sechs weitere aufgestockt wurden. Leider standen die beiden Semis unter einem schlechten Stern: Im ersten musste die bereits als Finalistin verkündete Beatriz Pessoa aufgrund einer Wertungspanne ihren Platz für Rui David räumen, im zweiten zog Diogo Piçarra seinen hoch favorisierten Titel wegen massiver Plagiatsvorwürfe aus dem Wettbewerb zurück.

Beiträge mit Ecken und Kanten

Die Negativschlagzeilen waren umso bedauerlicher, als die Bemühungen des portugiesischen Fernsehens um ein unterhaltsames, musikalisch ansprechendes Festival deutlich zu spüren waren. Zwar hatten viele Fans das Fehlen des typischen ESC-Sounds bemängelt, die Mehrzahl der vorgestellten Beiträge überzeugte dafür mit Ecken und Kanten, die Lust machten, einfach nur zuzuhören. Eine Hommage an die Gruppe Doce (1982 in Harrogate) und Simone de Oliveira (1965 in Neapel und 1969 in Madrid) ließ in der Pause die Herzen der Nostalgiker höher schlagen, bevor Salvador Sobrals Schwester Luisa, aus deren Feder der letztjährige Siegertitel "Amar pelos dois" stammt, ihr neuestes Werk anstimmte. Mit "O jardim" verfolgt Portugal einen ähnlich experimentellen Ansatz wie Deutschland 2011 mit Lenas "Taken By A Stranger" - nicht unbedingt ein Gewinnertitel, aber ein Song, mit dem man sich als Gastgeber sehen lassen kann.

Dieses Thema im Programm:

Eurovision Song Contest | 12.05.2018 | 21:00 Uhr