Stand: 26.03.18 11:07 Uhr

Revanche für Mélovin in der Ukraine

Nachdem die Jury ihm im vergangenen Jahr einen Strich durch die Rechnung machte, darf Mélovin beim Eurovision Song Contest in Lissabon für die Ukraine an den Start gehen. Der populäre "X Factor"-Gewinner von 2016 holte sich mit dem Elektropop-Titel "Under The Ladder" den Sieg im Finale der nationalen Vorentscheidungsshow "Vidbir" und zog in letzter Sekunde dank der Stimmen der Zuschauer an der (wieder einmal) zweitplatzierten Tayanna vorbei. Sein Song, den er gemeinsam mit Mike Ryals und Anton Karskyi geschrieben hat, bezieht sich auf den alten Aberglauben, dass es Unglück bringt, unter einer Leiter durchzugehen.

Melovin aus der Ukraine perfomt seinen ESC-Song "Under The Ladder"

Ukraine: Mélovin - "Under The Ladder"

Im zweiten Anlauf klappt es für Mélovin am Eurovision Song Contest teilzunehmen. In Portugal will der 20-Jährige aus Odessa mit "Under The Ladder" den Sprung ins Finale schaffen.

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Privatfernsehshow im öffentlich-rechtlichen Sender

Mélovin ist der ukrainische ESC-Teilnehmer 2018

Mélovin vertritt beim ESC 2018 die Ukraine mit dem Song "Under The Ladder"

Seit 2016 organisiert das ukrainische Staatsfernsehen NTU den nationalen Vorentscheid in Kooperation mit dem marktführenden Privatsender STB. Die Zusammenarbeit erweist sich nicht nur als ausgesprochen erfolgreich - die Siegerin der ersten Staffel, Jamala, holte 2016 in Stockholm auf Anhieb den Song Contest nach Kiew -, sondern setzt auch fernsehtechnische Maßstäbe: Bühnengestaltung und Aufmachung der Show stehen dem großen Bruder ESC in nichts nach. Leider zieht die dreiköpfige Jury aus Andrej Danilko (alias Verka Serduchka), Jamala und Yevhen Filatov (Bandgründer von Onuka) jede Show mit ihren ausufernden Kommentaren unerträglich in die Länge.

Moderner Sechskampf

In zwei Semifinalrunden war das 18-köpfige Starterfeld auch in diesem Jahr auf sechs Beiträge eingedampft worden, wobei Jury und Publikum zu gleichen Teilen stimmberechtigt waren und bei Gleichstand die Punkte der Zuschauer den Ausschlag gaben. Spannend war das Finale schon wegen des Zweikampfs zwischen Tayanna und Mélovin, die im Vorjahr hinter O. Torvald auf den Plätzen 2 und 3 gelandet waren und auf eine Revanche hofften. Für Unterhaltung sorgte aber auch das insgesamt recht moderne Musikangebot. Als nach über vier Stunden endlich Mélovin als Sieger feststand, wollte das Gekreische im Saal kein Ende mehr nehmen. Haben wir da etwa einen potenziellen ESC-Gewinner?

Dieses Thema im Programm:

ONE | 10.05.2018 | 21:00 Uhr