Stand: 03.03.18 21:25 Uhr

Saara Aalto singt "Monsters" für Finnland

Seit ihrer Nominierung galt Saara Aalto als sichere Qualifikantin für das Finale des Eurovision Song Contests in Lissabon. Nun hat sie mit der Wahl ihres Beitrags "Monsters", den sie gemeinsam mit Joy Deb, Linnea Deb und Ki Fitzgerald geschrieben hat, ihre Chancen auf einen vorderen Platz weiter ausgebaut: Das Ehepaar Deb schrieb bereits den ESC-Siegertitel "Heroes" von Måns Zelmerlöw. Auch Ki Fitzgerald hat den Song Contest im Blut: Vater Scott landete 1988 in Dublin mit dem Titel "Go" ganz knapp hinter Céline Dion. Nach der Schmach von Kiew 2017, als das Duo Norma John für viele unverständlich den Sprung ins Finale verpasste, hoffen viele Fans nun auf den zweiten finnischen "Monster"-Sieg im Jahr 12 nach Lordi.

Nägel mit Köpfen

War das Format "Uuden Musiikin Kilpailu" 2012 angetreten, nationalen Künstlern eine Plattform wie das schwedische Melodifestival zu bieten, rechtfertigten die anhaltend enttäuschenden Ergebnisse beim Eurovision Song Contest offenbar nicht mehr die Ausrichtung eines Festivals zur Förderung der nationalen Musikszene. Stattdessen wurde in einer Pressekonferenz am 7. November 2017 Saara Aalto als finnische Vertreterin beim ESC in Lissabon vorgestellt: Die erfolgreiche Sängerin war nach ihrem zweiten Platz bei "The X Factor UK" schon als Kandidatin für das Vereinigte Königreich im Gespräch, und so machte das finnische Fernsehen Nägel mit Köpfen, damit die BBC ihnen die Hoffnungsträgerin nicht vor der Nase wegschnappt.

Keine Spur von neuer Musik

Von den drei Songs, die Saara Aalto im Rahmen von "Uuden Musiikin Kilpailu" vorstellen sollte, stammten am Ende alle von ausländischen Autoren (mit Ausnahme von Saara Aalto selbst, die an allen in irgendeiner Form beteiligt war). Damit hatte man sich von der Ursprungsidee des Musikwettbewerbs komplett verabschiedet, zumal keiner der Beiträge die Bezeichnung "uusi musiiki", also neue Musik, wirklich verdiente. Moderatorin Krista Siegfrids (ESC-Kandidatin Finnlands 2013 in Malmö) führte gewohnt augenzwinkernd durch die trashige Show, der es weniger an Federboas als an vernünftiger Tontechnik mangelte, und sang als heimlichen Höhepunkt "Bye Bye Baby" im Duett mit CatCat (Finnland 1994 in Dublin). Kultig, aber ganz bestimmt nicht neu.

Dieses Thema im Programm:

ONE | 08.05.2018 | 21:00 Uhr

Dieses Thema im Programm:

ONE | 08.05.2018 | 21:00 Uhr