Stand: 26.03.18 11:20 Uhr

San Marino schickt Jessika feat. Jenifer Brening

Mit der Pop-Hymne "Who We Are" gehen Jessika feat. Jenifer Brening beim Eurovision Song Contest in Lissabon für San Marino an den Start. Die Malteserin Jessika Muscat, die schon fünfmal vergeblich versucht hat, ihr Land beim ESC zu vertreten, hätte den Titel ursprünglich mit dem sanmarinesischen Rapper IROL singen sollen. Dem war der entfernt an Måns Zelmerlöws "Heroes" erinnernde Beitrag dann aber offenbar zu wesensfremd, und so sprang die Deutsche Jenifer Brening kurzfristig in die Bresche. Sie war nicht die einzige Bewerberin aus der Bundesrepublik: Rick Jurthe - alias Ryk - schaffte den Sprung ins Finale der ursprünglich in 360°-Technik geplanten Sendung "1in360" aber nicht.

San Marino: Jessika feat. Jenifer Brening - "Who We Are"

Mehrfach hat die maltesische Sängerin Jessika Muscat versucht am ESC teilzunehmen, beim fünften Mal hat es geklappt. Zusammen mit Jenifer Brening aus Deutschland singt sie "Who We Are".

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Crowdfunding mit Hindernissen

Jessika feat. Jenifer Brening treten beim ESC 2018 für San Marino an. © Jessika 1in360

"Who We Are" heißt der Titel, mit dem Jessika feat. Jenifer Brening in Lissabon antreten.

Eigentlich sollte das öffentliche Auswahlverfahren unter gezielter Einbindung der Fans dazu dienen, ein neuartiges Crowdfunding-System zu etablieren, mit dessen Hilfe sich der kleine sanmarinesische Fernsehsender eine ESC-Teilnahme leisten kann, ohne sich an Einzelpersonen verkaufen zu müssen. Doch was mit einem internationalen Online-Casting vielversprechend startete, sorgte mangels klar definierter Regularien schnell für Unmut bei den potenziellen Kleinstinvestoren. Nach unzähligen Nachjustierungen blieb von dem innovativen Konzept am Ende eine Publikumswertung, die von der Gesamtsumme der für die einzelnen Songs überwiesenen Mini-Beträge abhing, und damit extrem manipulationsanfällig war.

Fehlende Transparenz

Immerhin wurde den Shareholdern - anders als bei einem herkömmlichen Televoting - eine Beteiligung an den künftigen Einnahmen aus der Verwertung der jeweiligen Beiträge in Aussicht gestellt. Die österreichische Sängerin Zoë Straub hatte als Komponistin bei 22 der 24 Endrundensongs ihre Finger im Spiel und entschied als Jurorin auch über den Finaleinzug. Praktischerweise konnte sie mit ihrem ESC-Hit "Loin d'ici" auch gleich das Pausenprogramm bestreiten. Insgesamt fünf Kandidaten erreichten mit ihren Titeln den maximalen Investitionsbetrag von 8.000 Euro und wurden dafür mit jeweils zwölf Crowdfunding-Punkten beschenkt. Die Wertung der Jury dagegen wurde in der Sendung nicht verkündet. Transparenz sieht anders aus.

Dieses Thema im Programm:

ONE | 10.05.2018 | 21:00 Uhr