Die australische ESC-Teilnehmerin Montaigne schaut über ihre Schulter © SBS
Stand: 05.01.21 13:08 Uhr

Montaigne - Australiens "ungebrochener Star"

von Nina Englert
Die australische ESC-Teilnehmerin Montaigne steht mit blauer Halskrause, blauen Haaren und Clownsschminke auf der Bühne. © SBS

Montaignes Performance beim australischen ESC Vorentscheid 2020: Blau!

Szenen vom australischen Vorentscheid Eurovision – Australia Decides 2020: Montaigne steht mit kurzen blauen Locken auf der Bühne, um ihren Hals eine blaue Tüll-Halskrause, die Wangen knallrot geschminkt, die Augenbrauen und Augen überbetont. Es ist eine Performance im blauen Clownsdress. Ähnliches hatte sie auch für ihren Auftritt beim ESC in Rotterdam geplant. Der Wettbewerb wurde wegen der Coronakrise allerdings abgesagt. Anfang April 2020 bestätigte der australische Sender SBS, dass Montaigne beim ESC 2021 ihre Chance bekommt. Ob ihr Auftritt dann auch so blau wird, steht noch nicht fest, denn nach den EBU-Regeln braucht auch Montaigne, wie alle anderen Kandidaten aus 2020, einen neuen Song.

Durchbruch mit Indie-Album "Glorious Heights"

Montaigne, 1995 als Jess Cerro geboren und Tochter eines australischen Profi-Fußballers, war zunächst auf dem besten Weg, selbst Profi-Fußballerin zu werden, bevor ihre Musik-Karriere startete. Ihr damaliger Traum, einmal für Australien an einer Fußball-Weltmeisterschaft teilzunehmen, hat sich dann schnell gewandelt. Noch zu Schulzeiten unterzeichnet sie ihren ersten Vertrag mit einem Musikverlag. 2014 veröffentlicht sie ihre erste Single. Spätestens seit ihrem Debüt-Album "Glorious Heights" im Jahr 2016, das direkt auf Platz vier der australischen Charts einsteigt, ist sie keine Newcomerin mehr und auch außerhalb der Indie-Musik-Szene Australiens bekannt. Es folgen Plattenverträge, Auftritte auf Musikfestivals und Award-Nominierungen. Außerdem spielt sie vor Musikgrößen wie Cindy Lauper und Blondie.

Montaigne

Name: Jess Cerro
Geburtstag: 14. August 1995
Geburtsort: Sydney, Australien
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Montaigne: Aktivistin oder Drama-Queen?

Über Instagram macht die Künstlerin und Aktivistin regelmäßig auf gesellschaftliche und politische Missstände aufmerksam. Ihre aktuell mehr 45.000 Follower unterstützen sie dabei. 2019 verarbeitet sie ihre Gedanken zu Geschlechterungleichheit, Umwelt, Körperwahrnehmung und sogar Sex-Robotern in ihrem Album "Complex". Die Rolle als Aktivistin wollte sie aber nicht mit zum Eurovision Song Contest nach Rotterdam nehmen. Dort hatte Montaigne vor, endlich ihre extreme Seite zeigen. Ihre innere Drama-Queen wartete nur darauf, sich vor dem europäischen Millionenpublikum zu beweisen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Blue | ESC Update | 25.04.2020 | 19:05 Uhr