Stand: 08.02.20 16:33 Uhr

Montaigne fährt für Australien nach Rotterdam

Die australische ESC-Teilnehmerin Montaigne schaut über ihre Schulter © SBS

Montaigne ist die Gewinnerin der australischen ESC-Vorentscheidung 2020.

Montaigne ist die Gewinnerin der australischen ESC-Vorentscheidung "Australia Decides". Sie fährt mit dem Artpop-Song "Don't Break Me" zum Eurovision Song Contest nach Rotterdam. Die 24-jährige Sängerin, die im bürgerlichen Leben Jessica Alyssa Cerro heißt, gewinnt den Vorentscheid mit den Stimmen der Jury vor Zuschauerfavoritin Casey Donovan. Ihren Beitrag über eine Liebesbeziehung, die zu zerbrechen droht, weil der Partner alles für selbstverständlich nimmt, hat sie gemeinsam mit Anthony Egizii und David Musumeci geschrieben, die auch für die ESC-Beiträge von Dami Im 2016, Isaiah 2017 und Jessica Mauboy 2018 verantwortlich zeichneten.

National und international bekannte Vorentscheid-Acts

Nach einer von vielen zunächst nicht für möglich gehaltenen Top-10-Platzierung für Kate Miller-Heidkes Beitrag "Zero Gravity" beim ESC in Tel Aviv war der australische Fernsehsender SBS Anfang November 2019 mit einem publikumswirksamen "Leak" in die diesjährige Vorentscheidungssaison gestartet: Die international bekannte Sängerin Vanessa Amorosi sollte das Starterfeld von "Australia Decides" schmücken. Weitere (lokale) Größen komplettierten das Lineup in den darauffolgenden Wochen - und die zehn Kandidaten und ihre Songs beeindruckten die Buchmacher offenbar so, dass Australien am Vorabend der nationalen Vorentscheidung sogar zum potenziellen ESC-Gewinner 2020 ausgerufen wurde.

Inszenierungs-Overkill

Måns Zelmerlöw auf der ESC-Bühne. © picture alliance/TT NEWS AGENCY Foto: Henrik Montgomery

Måns Zelmerlöw, ESC-Gewinner von 2015, war einer der Gaststars bei "Australia Decides".

Tatsächlich glänzten die Australier mit einer ausgezeichnet produzierten Show, die alle Zutaten für gute Unterhaltung hatte. Das Hauptaugenmerk wurde dabei auf die Inszenierungen der Beiträge gelegt, die mit den Songs und ihren Botschaften oft nur wenig zu tun hatten und teilweise so aufgesetzt wirkten, als wolle man damit über fehlende musikalische Einfälle und unsichere Stimmen hinwegtäuschen. Ein Highlight setzte neben Gaststar Måns Zelmerlöw die ESC-Fast-Gewinnerin Dami Im mit ihrer Ankündigung, 2021 noch einmal den Hut in den Ring werfen zu wollen. Zunächst müssen die Australier allerdings das beträchtliche Potenzial von Montaignes schönem Song ausschöpfen - möglichst ohne die von ihr gewählte Clown-Choreographie.

Dieses Thema im Programm:

NDR Blue | ESC Update | 29.02.2020 | 19:05 Uhr