Stand: 03.01.20 10:29 Uhr

Arilena Ara singt 2020 für Albanien

Arilena Ara singt für Albanien beim ESC 2020.  Foto: RTSH

Überraschend setzt sich Arilena Ara beim Festivali i Këngës durch.

In einem bunt gemischten Feld aus etablierten Stars und populären Casting-Newcomern setzte sich beim albanischen Vorentscheid, dem 58. Festivali i Këngës, überraschend die 21-jährige Arilena Ara mit der Ballade "Shaj" ("Schimpfen", "Verfluchen") gegen Fanfavoritin Elvana Gjata mit dem "Fuego"-Gedächtnis-Song "Me tana" durch, der vor dem Festival als sicherer Sieger gehandelt wurde. Komponiert wurde der Beitrag von Darko Dimitrov, der unter anderem "Proud" für Tamara Todevska geschrieben hat, der Text stammt von Sänger Lindon Berisha. Arilena Ara genießt seit ihrem Sieg bei der albanischen X-Factor-Staffel 2013 große Popularität und ist eine der drei Jurorinnen bei "The Voice Kids".

Eleni Foureira & Mahmood: ein Zeichen der Hoffnung

Eine Mischung aus Sanremo und den Grammys kündigten die Macher des diesjährigen Festivali i Këngës an, das schon im Vorfeld als "Fernsehereignis des Jahrzehnts" gefeiert wurde. Denn obwohl zunächst überlegt worden war, die 58. Edition des Festivals angesichts des verheerenden Erdbebens Ende November ausfallen zu lassen, setzte das albanische Fernsehen mit einer glanzvollen dreitägigen Show und zahlreichen Gaststars von Vorjahressiegerin Jonida Maliqi bis zu den ESC-Siegern der Herzen, Eleni Foureira und Mahmood, ein Zeichen der Hoffnung. Dafür wurde das Finale in diesem Jahr auf den Sonntag verlegt, um den höheren Künstlergagen für Samstagsauftritte zu entgehen.

Arilena Ara dank Außenseitersieg nach Rotterdam

Das Starterfeld glänzte mit einer Reihe bekannter Namen, darunter Olta Boka, die ihr Heimatland 2008 in Belgrad in die Endrunde sang. Eugent Bushpepa, der beim ESC-Finale 2018 ganz knapp an den Top 10 vorbeischrammte, agierte dagegen als Komponist im Hintergrund. Die fünfköpfige Fachjury, die in diesem Jahr über den Ausgang des Festivals entschied, war mit dem Schweden Christer Björkman, dem Griechen Dimitris Kontopoulos und dem Isländer Felix Bergsson so besetzt, dass ein Ausgang der Abstimmung im Sinne der ESC-Fangemeinde möglich schien. Dass am Ende die melancholische Powerballade "Shaj" das Rennen machte, wirkt angesichts des prognostizierten Kantersiegs von Elvana Gjata wie ein kleines Weihnachtsmärchen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Blue | ESC Update | 25.01.2020 | 19:05 Uhr