Stand: 08.11.18 11:00 Uhr

Makeda - soulige Songerfinderin mit Gefühl

Makeda Michalke, eine Kandidatin des Deutschen Vorentscheids 2019. © Marcel Stober

Auf Gesangsunterricht hat sie lange verzichtet, dennoch wurde Makedas Hobby Singen zu ihrem Beruf.

Wenn man Makeda singen hört, klingt es wie ein schlechter Scherz: Ihre erste selbst gekaufte CD war tatsächlich eine der Eurodance-Band Captain Jack. "Weil das Cover so cool war", sagt sie heute. Privat hört sie gerne sehr viele verschiedene Musikstile, meistens aber Popmusik. Im Soul ist ihre Stimme zu Hause, aber nur auf dieses Genre möchte sich Makeda nicht festlegen. In ihr stecken viele Seiten: "Ich bin deutsch und englisch, schwarz und weiß, gleichzeitig laut und leise". Welche Seite im ESC-Vorentscheid hervorkommt, weiß sie noch nicht.

Dritter Anlauf zum deutschen Vorentscheid

Makeda

Bürgerlicher Name: Makeda Michalke
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Makeda - ihre Namensschwester ist keine geringere als die legendäre Königin von Saba - wurde 1990 geboren, kommt aus Bonn und hat Wurzeln in Trinidad. Seitdem sie klein war, hat sie in mehreren Chören gesungen und Klavierunterricht bekommen. Erst spät hat sie aber gemerkt, dass sie Sängerin werden möchte und aus ihrem Hobby wurde schleichend ihr Beruf. Ein einschneidendes Erlebnis war ihr eigener Abiball: Dort sang sie zum ersten Mal vor Publikum und lernte ihre späteren Bandkollegen kennen. Mit ihnen gründete sie die Gruppe Steal A Taxi und nahm an den Kandidaten-Workshops zum ESC 2018 in Lissabon teil. Schon 2017 war Makeda in der engeren Auswahl zum Vorentscheid, stieg aber freiwillig aus. Jetzt - im dritten Jahr in Folge - hat sie es in den Vorentscheid geschafft - erneut als Solokünstlerin.

Makeda  Foto: Steffen Wolff

Speed-Dating mit Makeda

Eurovision Song Contest -

Makeda war schon in der Vorauswahl zum ESC 2017 dabei. Damals hat sie sich zum Schnell-Interview mit Bürger Lars Dietrich getroffen.

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Was Alicia Keys kann, kann Makeda auch

Eigentlich wollte Makeda mal Erfinderin werden. "Früher habe ich gerne Sachen zusammengebastelt", sagt sie - mittlerweile aber erfindet sie mit ihren Songs neue Dinge und Welten. Normalerweise schreibt sie diese alleine, denn "um etwas Echtes zu finden, muss man ja auch tief graben". Das Song Writing Camp ist für sie eine neue und spannende Erfahrung. Eine, die sie ohne Alicia Keys wohl nie gemacht hätte. Es war ihr Song "Fallin'", der Makeda auf die Idee brachte, Sängerin zu werden: "Ich hab in den Fernseher geschaut und da war eine Frau, die so aussah wie ich und die auch Klavier spielte. Da ist mir aufgefallen, ich spiele doch auch Klavier und ich singe doch auch. Da habe ich mich voll identifizieren können." Gesangsunterricht hatte Makeda lange Zeit nicht, niemand hat das unterrichtet, was sie wollte: "Es gab klassischen Gesangsunterricht oder Musicalgesangsunterricht - das hat überhaupt nicht so geklungen wie Alicia Keys." Doch seit ein paar Jahren hat sie eine gute Lehrerin gefunden. Für ihre Karriere möchte Makeda selbst verantwortlich sein. Sieben Castingshows aus dem In- und Ausland hat sie allein in diesem Jahr abgesagt. Ganz ohne Castingshow-Hintergrund spielte sie eineinhalb Jahre im Musical "Bodyguard". Die Songs, an denen sie nun arbeitet, sollen ein Thema haben, das möglichst alle Hörer ebenfalls kennen. Makeda möchte ihnen mit ihrer Musik etwas Trost spenden. Alle etwas glücklicher machen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Blue | ESC Update | 24.11.2018 | 19:05 Uhr