Elton im Studio Hamburg Atelier A1. © picture alliance Foto: Hein Hartmann/Geisler-Fotopress

Elton: Vom Show-Praktikanten zum Moderator

Stand: 10.05.2023 15:00 Uhr

Bei Stefan Raab startete Elton einst seine Fernsehkarriere als Sidekick, Raab war es auch der ihn 2004 das erste Mal mit zum ESC nahm. Jetzt darf Elton das deutsche Juryergebnis europaweit im Fernsehen verkünden.

von Stefanie Grossmann

Eltons Alltag sieht meist so aus: Im Ersten drückt er bei "Wer weiß denn sowas?" nahezu täglich die "Schulbank". In der Rateshow, moderiert von Kai Pflaume, beantwortet er skurrile Fragen. Zu seinen Stärken gehören dabei nicht unbedingt Mathematik oder Geografie. Da sorgt die ein oder andere kniffelige Frage bei dem 46-Jährigen häufig für Stirnrunzeln. Aber wenn es um Musik geht, ist er hellwach.

Bernhard Hoëcker, Kai Pflaume und Elton (v.l.n.r.) von "Wer weiss denn sowas?" © NDR/Morris Macmatzen Foto: Morris MacMatzen
Bei "Wer weiß denn sowas?" stellen sich Elton und Bernhard Hoëcker kniffeligen Fragen von Kai Pflaume.

Elton, mit bürgerlichem Namen Alexander Duszat, lebt förmlich Musik. Davon zeugen auch die T-Shirts mit Bandnamen wie Depeche Mode oder den Foo Fighters, die er am liebsten trägt. Darüber hinaus greift Elton selbst zum Mikrofon - der Fan des FC St. Pauli nimmt jeweils zur Fußball-EM 2008 und zwei Jahre später zur WM mit der Rockband Peilomat die Songs "Allemann" und "Weltmeister" auf.

Abitur in Buxtehude

Geboren in West-Berlin zieht der kleine Alexander vor seiner Einschulung nach Jork bei Hamburg. Er macht dort Abitur, wo sich Fuchs und Hase "Gute Nacht" sagen - in Buxtehude. Schon in der Schulzeit verpassen ihm Mitschüler den Spitznamen "Elton". Mit seiner dicken Hornbrille und der Frisur sieht er dem jungen Elton John wohl sehr ähnlich. "Das habe er nicht lustig gefunden, aber: Spitznamen könne man sich halt nicht aussuchen", erzählt er der "Welt".

Elton

Bürgerlicher Name: Alexander Duszat
Geburtstag: 2. April 1971
Geburtstort: Berlin
Sternzeichen: Widder
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Elton erlebt Lenas ESC-Sieg

Nach einer Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker und einem Praktikum bei delta radio in Kiel, landet Elton zunächst beim TV-Sender Hamburg 1, 2001 dann bei Stefan Raab und "TV Total". 2004 schnuppert er erstmals ESC-Luft: Als "Show-Praktikant" begleitet er Raab und Teilnehmer Max Mutzke zum Finale nach Istanbul. Sechs Jahre später ist Elton in Oslo wieder mit vor Ort - und erlebt hautnah den triumphalen Sieg von Lena. Im Februar 2018 durfte Elton ganz in seinem Element sein, denn da präsentierte er gemeinsam mit Linda Zervakis den deutschen Vorentscheid in Berlin. Zum Finale des ESC 2023 ist Elton als Spokesperson für Deutschland ausgewählt worden: Er verkündet in der Liveshow die Punkte der deutschen Jury.

Elton kommt bei Zuschauern gut an

Elton bringt also nicht nur Erfahrung als Musik-Experte mit, auch als Moderator ist der 52-Jährige längst kein Unbekannter mehr. Seit 2010 präsentiert er im ZDF die Kinder-Spielshow "1, 2 oder 3", 2016 übernimmt er die Moderation von "Schlag den Raab" (heute "Schlag den Star"), nachdem Stefan Raab sich aus dem Fernsehen zurückgezogen hat. Elton kommt bei vielen Zuschauern gut an - er ist uneitel, beweist Humor, nimmt sich selbst nicht so ernst. Und er macht keinen Hehl daraus, dass er gerne isst. Bevorzugt Fast-Food, selbst vor kalten Pommes macht Elton keinen Halt.

Privat ist Elton seit 2003 mit der Redakteurin Yvonne verheiratet, sie leben bei Köln und haben zwei Kinder. Auch seine Frau redet ihn mittlerweile nur noch mit Elton an, "nur meine Mutter und meine Schwiegermutter sagen Alexander", so der Moderator.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 22.02.2018 | 20:15 Uhr

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