Stand: 30.04.21 11:25 Uhr

ESC-Shows mit 3.500 Fans in Rotterdam

Die leere Ahoy Arena in Rotterdam. © EBU Foto: Nathan Reinds

Die Bühne in Rotterdam steht schon. Auf den Tribünen können 3.500 Fans Platz nehmen.

Der Eurovision Song Contest 2021 wird mit Publikum ausgetragen. Das hat das niederländische Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft Ende April in Den Haag bestätigt. In den drei Live-Shows und den sechs öffentlichen Proben dürfen jeweils 3.500 Zuschauer dabei sein. Das entspricht etwa 20 Prozent der Kapazität der Ahoy Arena in Rotterdam. Es sind auch ausländische Fans zugelassen, allerdings gelten für viele Länder Einreisebeschränkungen in die Niederlande. So sollen sich etwa Deutsche laut Auswärtigem Amt nach Einreise zehn Tage in Quarantäne begeben. Gleiches gilt nach der Wiedereinreise nach Deutschland, die auch nur mit einem negativen Coronatest möglich ist. Bereits vor rund einem Monat wurde bekannt, dass der ESC in Rotterdam als sogenanntes Fieldlab-Event ausgetragen werden soll. Das bedeutet, beim ESC wird wissenschaftlich untersucht, wie Großevents unter Pandemiebedingungen ablaufen können.

Corona-Tests und Sitzplätze für 3.500 Fans pro Show

Alle Fans, die in die Halle möchten, brauchen einen negativen Corona-Test, der am Tag der Show von einem bestimmten Anbieter durchgeführt wird. Dazu sollen sie sich fünf Tage nach der Show noch einmal testen lassen. Außerdem müssen sie Masken tragen, solange sie nicht am eigenen Platz sitzen. Dafür entfällt der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen in der Halle. Da in diesem Jahr der Greenroom mit den Künstlern in der Hallenmitte aufgebaut ist, gibt es nur Sitzplätze auf den Tribünen. Karten können nur diejenigen kaufen, die bereits Tickets für den abgesagten ESC 2020 hatten. Die EBU wird am 5. Mai eine Mail mit Infos an alle Ticketberechtigten schicken. Am 8. Mai - und damit zehn Tage vor dem ersten Halbfinale - beginnt der neue Verkauf. Menschen, die als Corona-Risikogruppe gelten, so wie über 70-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen, sind von den Shows ausgenommen.

ESC-Supervisor: Die Welt schaut auf den ESC

Martin Österdahl, ab April 2020 der Executive Supervisor des Eurovision Song Contest. © Sören Vilks Foto: Sören Vilks

ESC-Supervisor Martin Österdahl freut sich über die Entscheidung für Publikum.

Man nehme die Verantwortung für die Sicherheit des Publikums nicht auf die leichte Schulter, so ESC-Supervisor Martin Österdahl: "Die Welt wird zusehen, wenn wir den Eurovision Song Contest nächsten Monat zurück bringen und auch wenn Millionen den Wettbewerb im TV und online verfolgen, sind wir froh, dass die Künstler, Delegationen und das Team ihre harte Arbeit auch mit einem Live-Publikum in der Ahoy Arena teilen können." Aktuell sieht es so aus, als ob 38 von 39 Ländern auch live in Rotterdam antreten. Lediglich Australien hat die Reise in die Niederlande bereits abgesagt und nimmt über ein Live-on-tape-Video teil. Es werden deutlich weniger Delegationsmitglieder und Pressevertreter vor Ort sein als in den Vorjahren. Jeder von ihnen wird alle zwei Tage auf Corona getestet.

Erlaubnis für Publikum beim ESC könnte immer noch fallen

Sietse Bakker, Executive Producer des ESC 2021, weist darauf hin, dass sich die Corona-Lage in den Niederlanden schnell ändern könne und die Regierung ihre Meinung zum Publikum beim ESC ebenfalls noch einmal überdenken könne. Man bleibe weiterhin mit der Stadt Rotterdam, den Gesundheitsämtern und den Krankenhäusern in der Gegend in Kontakt. Eine Richtlinie der niederländischen Regierung besagt, dass Fieldlab-Events nur dann zugelassen werden können, wenn auf Intensivstationen weniger als 900 Menschen behandelt werden. Am Tag der Entscheidung, dem 29. April, waren 813 Intensivbetten landesweit mit Corona-Patienten belegt.

Dieses Thema im Programm:

NDR Blue | ESC Update | 15.05.2021 | 19:05 Uhr