Stand: 31.07.17 10:55 Uhr

Alle Infos zum ESC 2018 in Portugal

Portugal ist 2018 das Austragungsland des 63. Eurovision Song Contest. Möglich gemacht hat das der Portugiese Salvador Sobral, der mit seinem Song "Amar pelos dois" den ESC 2017 in Kiew gewonnen hat. Es war der erste Sieg Portugals in seiner ESC-Geschichte. Das Land nimmt seit 1964 am Song Contest teil.

Lissabon wird zum ESC-Mekka

Ende Juli haben die Rundfunkanstalt Rádio e Televisão de Portugal (RTP) und die European Broadcasting Union (EBU) die portugiesische Hauptstadt Lissabon als Gastgeberstadt bekannt gegeben.
Das erste und zweite Halbfinale finden am 8. und 10. Mai 2018 statt, das Finale am 12. Mai.
Neben Lissabon waren auch noch die Städte Braga, Gondomar, Guimarães und Santa Maria da Feira im Rennen als Austragungsort. Zur Entscheidung für Lissabon sagt Jon Ola Sand, Supervisor für den ESC bei der EBU: "Wir freuen uns sehr, dass RTP den Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon veranstalten wird. Die Stadt hat ein vorbildliches Konzept vorgestellt und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit."

Regelerweiterungen für 2018

Der Streit zwischen der Ukraine und Russland um die Einreise der russischen Kandidatin Julia Samoylova am ESC in Kiew 2017 hat Konsequenzen für den kommenden Wettbewerb in Portugal. Die EBU nahm diesen Eklat zum Anlass, das Regelwerk des Eurovision Song Contest für 2018 anzupassen. Daraus geht nun deutlicher hervor, dass der ESC weder politisiert noch instrumentalisiert werden darf. Bei Nichtbeachtung droht künftig allen teilnehmenden sowie der ausrichtenden Rundfunkanstalt die Disqualifikation. Außerdem besteht die EBU darauf, dass die teilnehmenden Anstalten sicherstellen, dass "kein ausgewählter Teilnehmer und kein Delegationsmitglied aufgrund seines/ihres Vorlebens den Behörden des Gastgeberlandes Anlass dafür gibt, aufgrund nationaler Gesetze gegen ihn/sie ein Einreiseverbot zu verhängen."

Zwischen Historie und Moderne

Der Torre de Belém in Lissabon © www.visitlisboa.com

Der Torre de Belém aus dem 16. Jahrhundert zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen von Lissabon. Seit 1983 gehört er zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die Geschichte Lissabons, der Stadt am Atlantik und der Flussmündung des Tejo, geht zurück bis zur Zeit Julius Cäsars. Sie bietet den Fans auch abseits des ESC-Rummels eine Menge historische, kulturelle und kulinarische Highlights. So gehören beispielsweise der Turm von Belém und das Hieronymus-Kloster zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das zur Expo 98 in Lissabon gebaute Ausstellungsgelände - der Park der Nationen - ist heute ein eigenes Stadtviertel, in dem unter anderem das Ozeanarium, der Zukunftspavillon und das Museum für Wissenschaft liegen. Musikalisch lohnt sich ein Besuch in einem der traditionellen Fado-Lokale. Fischliebhaber finden in Lissabon ein schier unendliches Angebot. Besonders wichtig in der portugiesischen Küche ist der Bacalhau, der Stockfisch, der gegrillt, gekocht oder roh zubereitet zu den Spezialitäten zählt. Und an einem kommt man in Lissabon garantiert nicht vorbei: Vasco da Gama, dem berühmten Seefahrer, der den Seeweg um das Kap der Guten Hoffnung nach Indien entdeckte.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 12.05.2018 | 21:00 Uhr

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Weitere Informationen

63. Eurovision Song Contest

Datum
08. Mai 2018 (21 Uhr, MEZ) | 1. Halbfinale
10. Mai 2018 (21 Uhr, MEZ) | 2. Halbfinale
12. Mai 2018 (21 Uhr, MEZ) | Finale
Austragungsort
Lissabon
Fernsehsender
Rádio e Televisão de Portugal (RTP)
Moderatoren
t.b.a.
Teilnehmende Länder
t.b.a.
Gewinner Vorjahr
Salvador Sobral - "Amar pelos dois"