Besa Kokëdhima, Albaniens ESC-Vertreterin 2024. © RTSH/Pirro Beati Foto: Pirro Beati
Besa
"Titan", 2024 in Malmö (2. Halbfinale)
Stand: 11.04.2024 14:20 Uhr

Besa fährt für Albanien zum ESC nach Malmö

Mit der Power-Ballade "Zemrën n'dorë" ("Herz in der Hand") hat Besa Kokëdhima die Publikumsabstimmung des albanischen "Festivali i Këngës" gewonnen und darf ihr Land beim ESC 2024 in Malmö vertreten.

Ihr ursprünglicher Song wurde einer gründlichen Überarbeitung unterzogen. Besa singt auch nicht mehr auf Albanisch, sondern auf Englisch. Ihr Titel für Malmö heißt nun "Titan".

Die 37-jährige Besa Kokëdhima, die 2003 das Singen zu ihrem Beruf gemacht hat, ist unter ihrem Vornamen Besa eine feste Größe in der albanischen Musikszene. Sie hat nicht nur als Coach bei "The Voice of Albania" mitgewirkt, sondern auch schon einmal - 2009 - an einer nationalen ESC-Vorentscheidung teilgenommen, allerdings in Rumänien. Geschrieben hat Besa ihren Beitrag gemeinsam mit Kledi Bahiti, der schon "Karma" von Anxhela Peristeri komponiert hat, und Rozana Radi. Aktuell bastelt sie an einer Karriere in Frankreich.

"Festivali i Këngës" gönnt sich Verjüngungskur

Mittlerweile gibt es in der Show eine Publikums- und eine Juryabstimmung. Doch für den ESC entscheidend ist allein, was das Publikum wählt. Mit sage und schreibe 31 Beiträgen waren so viele Kandidatinnen und Kandidaten im Rennen um das Ticket nach Malmö, wie seit 2010 nicht mehr. Zudem wirkte das mittlerweile 62. Festivali i Këngës wie nach einer Verjüngungskur - so vielfältig und abwechslungsreich waren die Songs in den beiden Halbfinalshows. Das lag vielleicht daran, dass die Auswahlkommission erstmals nicht darüber informiert war, von wem die eingereichten Titel gesungen waren. In der Newcomer-Kategorie wählte eine elfköpfige Jury die allzu untypischen Songs dann allerdings auch gleich wieder raus. Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit ESC-Erfahrung suchte man nach dem vorzeitigen Rückzug von Kejsi Tola im Starterfeld vergebens.

Jury-Überraschungssieger im bodenlangen Rock

Song-Contest-Veteranen wie Eugent Bushpepa (2018), Aurela Gaçe (2011), Ronela Hajati (2022), Jonida Maliqi (2019) oder Eneda Tarifa (2016) beschränkten sich darauf, als Gaststars vor allem den dritten Abend zu bereichern, bei dem diesmal nicht nur vergangene Erfolge des Festivali i Kënges gesungen wurden, sondern auch der eine oder andere ESC-Hit von "Voilà" bis "Satellite". Für viele im Saal überraschend konnte der kosovarische Newcomer Mal Retkoceri mit dem selbstgeschriebenen Titel "Çmendur" ("Verrückt") im bodenlangen, violetten Fransenrock den eigentlichen Festivalsieg für sich verbuchen. Besa Kokëdhima durfte ihren Beitrag nach der Verkündung der ESC-Teilnahme dagegen nicht noch einmal singen.

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Albanien © fotolia Foto: Britta Pedersen, vector icon

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Dieses Thema im Programm:

ONE | Eurovision Song Contest | 09.05.2024 | 21:00 Uhr

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