Der italienische ESC-Kandidat Mahmood © Attilio Cusani Foto: Attilio Cusani
Stand: 10.02.19 14:41 Uhr

Sanremo-Sieger Mahmood startet für Italien

Am Ende eines wie immer sehr langen Abends ist Mahmood als Sieger des 69. Sanremo-Festivals hervorgegangen und ist damit Italiens Kandidat für den Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv. Der Sohn einer italienischen Mutter und eines ägyptischen Vaters hat den melancholischen Elektro-Song "Soldi" (Geld) im Gepäck, den er gemeinsam mit Charlie Charles und Dario "Dardust" Faini geschrieben hat. Es geht darin um einen jungen Mann, der erkennen muss, dass sein Vater, der getrennt von der Familie lebt, kein Interesse an ihm hat und nur Geld von ihm will. Alessandro Mahmoud, wie der 26-Jährige im bürgerlichen Leben heißt, hatte als Sieger des Wettbewerbs "Sanremo Giovani" eine Wildcard für das Festival erhalten, um sich mit den etablierten Künstlern zu messen.

Der italienische ESC-Kandidat Mahmood © Attilio Cusani Foto: Attilio Cusani

Italien: Mahmood - "Soldi"

Eurovision Song Contest -

Das offizielle Musikvideo zum italienischen ESC-Act "Soldi". Der Sänger Mahmood vertritt sein Land beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv.

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Großes Aufgebot an ehemaligen ESC-Teilnehmern

Mahmood

Bürgerlicher Name: Alessandro Mahmoud
Geburtstag: 12. September 1992
Geburtsort: Mailand, Italien
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Zum ersten Mal seit 1984 verzichtete die Mutter aller Musikwettbewerbe auf ihre Newcomerkategorie "Nuove Proposte", aus der in der Vergangenheit Erfolgssänger wie Eros Ramazzotti und Andrea Bocelli hervorgegangen waren. Die zählten dafür zu den Stargästen - neben den ehemaligen ESC-Teilnehmern Umberto Tozzi & Raf (1987 in Brüssel), Fausto Leali (1989 in Lausanne) und Marco Mengoni (2013 in Malmö). Enrico Ruggieri (1993 in Millstreet) und die Vorjahresteilnehmer Ermal Meta und Fabrizio Moro wirkten dagegen als Duettpartner am vierten Festivalabend mit. Im Gegenzug gab es deutlich weniger ausländische Stars als gewohnt, was vielleicht auch die leicht rückläufigen Einschaltquoten erklärt.

Hochkarätiges Starterfeld

Mahmood nach seinem Sieg beim Sanremo-Festival © RAI

Mahmood hat eine Wildcard für das Sanremo-Festival bekommen.

Doch wer braucht Madonna und Co., wenn Il Volo (2015 in Wien), Nek, Patty Pravo oder Loredana Bertè im Wettbewerb sind? Und dann auch noch mit so vielen ausgezeichneten, abwechslungsreichen und innovativen Songs? Bei Verkündigung der 21 Nicht-Finalisten brach ein heftiges Pfeifkonzert im Publikum aus, begleitet von lautstarken "LO-RE-DA-NA"-Rufen, doch die favorisierte Schwester der legendären Mia Martini (1992 in Malmö) schaffte es ganz knapp nicht unter die letzten drei. Dass am Ende Mahmood vor Ultimo und Il Volo die Nase vorn hatte, dürfte uns mit ziemlicher Sicherheit einen ESC 2020 in Italien bescheren.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 18.05.2019 | 21:00 Uhr